Eine Pumpstation im Priobskoe-Ölfeld in Russland (Archivbild) | Bildquelle: picture alliance / dpa

Einigung mit OPEC Russland fördert schrittweise weniger Öl

Stand: 11.12.2018 11:16 Uhr

Russland will bei der vereinbarten Drosselung der Ölproduktion zwischen den OPEC-Staaten und weiteren Förderländern schrittweise vorgehen. Ziel ist, den Ölpreis zu stabilisieren.

Russland will bei der vereinbarten Drosselung der Ölproduktion schrittweise vorangehen. Das kündigte Energieminister Energieminister Alexander Nowak an. Die 15 Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) hatten sich in der vergangenen Woche - ungeachtet des Drucks von US-Präsident Donald Trump - mit wichtigen Partnerländern wie Russland darauf verständigt, die Ölproduktion ab Januar 2019 um zusammen 1,2 Millionen Barrel pro Tag zu drosseln. Das Ölkartell soll seine tägliche Fördermenge um 800.000 Barrel verringern. Nicht-OPEC-Staaten sollen weitere 400.000 Barrel pro Tag beisteuern.

Weltkarte mit OPEC-Mitgliedsstaaten, den USA, Russland und den jeweiligen Fördermengen.
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Etwa 33 Millionen Barrel Rohöl fördern die OPEC-Mitgliedsstaaten derzeit.

Die Vereinbarung soll in drei Monaten in Saudi-Arabien unterzeichnet werden, teilte der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate mit. Nach sechs Monaten solle dann über eine Verlängerung entschieden werden.

Trump hatte vor dem Treffen Druck auf das OPEC-Mitglied Saudi-Arabien ausgeübt, von Förderkürzungen Abstand zu nehmen, um die Weltwirtschaft nicht zu belasten.

Überangebot drückt Ölpreis

Mit der Verringerung soll der Ölpreis stabilisiert werden, der seit Oktober um fast ein Drittel eingebrochen war. Die OPEC-Staaten produzieren derzeit gemeinsam fast 33 Millionen Barrel Öl am Tag - das entspricht rund einem Drittel der weltweiten Ölproduktion. Der Bedarf liegt laut Internationaler Energieagentur (IEA) für 2019 aber nur bei 31,3 Millionen Barrel OPEC-Öl täglich.

Die Produktion in den USA läuft währenddessen nach wie vor auf Rekordniveau. Am Ölmarkt ist bereits von Plänen die Rede, wonach die amerikanischen Ölfirmen ihre Fördermenge 2019 weiter ausweiten wollen.

Grafik Entwicklung des Ölpreises im Jahr 2018 von Januar bis Ende November.
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Zahlte man Anfang Oktober noch mehr als 85 US-Dollar für ein Barrel (159 Liter) der Rohölsorte Brent, waren Anfang Dezember nur noch gut 60 Dollar nötig. Der Ölpreis ist damit innherhalb von zwei Monaten um fast 30 Prozent gefallen.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 11. Dezember 2018 um 12:39 Uhr.

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