Arbeiter im Renault-Werk in Flins-sur-Seine | Bildquelle: AFP

Autobauer in der Corona-Krise Renault will fast 15.000 Stellen streichen

Stand: 29.05.2020 09:27 Uhr

Weltweit will der französische Autokonzern Renault fast 15.000 Stellen abbauen. Davon entfallen rund 4600 Arbeitsplätze auf Frankreich. Doch die Gewerkschaften haben noch ein Wörtchen mitzureden.

Der kriselnde französische Autobauer Renault will mehrere Werke reorganisieren und weltweit rund 15.000 Arbeitsplätze abbauen. Verhandlungen darüber hätten mit den Gewerkschaften begonnen, teilte der Konzern mit.

Eine Einigung mit den Gewerkschaften über die Zukunft der Arbeitsplätze in Frankreich ist Voraussetzung dafür, dass Renault den vom Staat in Aussicht gestellten Hilfskredit von fünf Milliarden Euro im Kampf gegen die Folgen der Corona-Krise erhält. Vom weltweit geplanten Stellenabbau wären 4600 Arbeitsplätze in Frankreich betroffen.

Drosselung der Produktion

Durch die Restrukturierungen sollten in den kommenden drei Jahren zwei Milliarden Euro eingespart werden. Damit bekräftigte Renault bereits früher veröffentlichte Pläne. Die Produktion solle gedrosselt und auf profitablere Modelle konzentriert werden.

Der Umbau werde den Konzern 1,2 Milliarden Euro kosten. Von Personalabbau, Versetzungen sowie Pensionsplänen seien insgesamt zehn Prozent der weltweiten Belegschaft betroffen.

Autobauer-Allianz will enger kooperieren

Renault-Partner Nissan hatte seine Sanierungspläne schon am Donnerstag vorgelegt. Die Allianz, zu der auch der japanische Autobauer Mitsubishi gehört, will enger zusammenrücken, um die Krise zu überstehen.

Dazu hatten die Partner angekündigt, ihre Zusammenarbeit weltweit untereinander aufzuteilen und sich besser abzustimmen. Demnach soll je ein Partner in einer Region und bei der Entwicklung eines Fahrzeugtyps oder einer Technologie die Führung übernehmen und die anderen ihm folgen. Auch dadurch sollen die Kosten sinken.

Renault will weltweit 15.000 Stellen streichen
Marcel Wagner, ARD Paris
29.05.2020 09:44 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Mai 2020 um 11:00 Uhr.

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