Polizeiautos vor dem Gebäude der Deutschen Bank in Frankfurt | REUTERS

Verdacht auf Geldwäsche Razzia bei der Deutschen Bank

Stand: 29.11.2018 11:25 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt durchsuchen die Geschäftsräume der Deutschen Bank im Raum Frankfurt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Gegen die Deutsche Bank wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Am Morgen durchsuchten etwa 170 Beamte der Staatsanwaltschaft Frankfurt, des Bundeskriminalamts, der Steuerfahndung und der Bundespolizei deshalb sechs Objekte in Frankfurt, Eschborn und Groß-Umstadt.

Ermittlungen im Zusammenhang mit "Offshore-Leaks"

Die Ermittlungen richten sich den Angaben zufolge gegen zwei 50- bzw. 46-jährige Mitarbeiter sowie andere bislang nicht identifizierte Verantwortliche des Unternehmens.

Nach einer Auswertung des beim Bundeskriminalamtes vorliegenden Datenbestandes der "Offshore-Leaks" und "PanamaPapers" habe sich der Verdacht ergeben, dass die Deutsche Bank Kunden bei der Gründung von Offshore-Gesellschaften in Steuerparadiesen behilflich war und dabei Gelder aus Straftaten auf Konten der Deutsche Bank transferiert wurden, ohne dass die Bank Geldwäscheverdachtsanzeigen erstattete.

Über eine zum Konzern gehörende Gesellschaft mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln sollen allein im Jahr 2016 mehr als 900 Kunden mit einem Geschäftsvolumen von 311 Millionen Euro betreut worden sein.

Deutsche Bank bestätigt Ermittlungen

Die Deutsche Bank erklärte in einer ersten Stellungnahme: "Es ist richtig, dass die Polizei aktuell an verschiedenen Standorten unserer Bank in Deutschland ermittelt. Es geht um einen Sachverhalt mit Bezug auf Panama Papers. Wir werden umgehend kommunizieren, sobald wir mehr Details haben. Wir werden mit den Behörden vollumfassend kooperieren."

Eine internationale Recherchekooperation von Investigativjournalisten hatte unter dem Titel "PanamaPapers" ein System von Offshore-Geschäften offengelegt. Kriminelle, aber auch Prominente und Politiker, nutzen Briefkastenfirmen, um hohe Summen - teils Schwarzgeld - in Steuerparadiesen in Übersee anzulegen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. November 2018 um 12:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Goldenmichel 29.11.2018 • 15:40 Uhr

Deutschen Bank - ein

Deutschen Bank - ein Inbegriff fuer kriminelle Machenschaften wie LIBOR Zinsmanipulationen. Nachdem diese Bank vor Gericht diese Manipulationen zugegeben hat und eine empfindliche -Geldstrafe- kassiert hat, traue ich diesem -Geldhaus- einfach alles zu. Wie steht die Aktie heute eigentlich, ein neues Rekordtief wieder ?