Beschäftigte der Deutschen Post nehmen an einem Warnstreik der Gewerkschaft Verdi in Hannover teil. | Bildquelle: dpa

Deutsche Post Warnstreiks an mehreren Standorten

Stand: 10.09.2020 11:38 Uhr

Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post sind bisher ohne Ergebnis verlaufen. Die Beschäftigten wollen nun den Druck erhöhen - mit bundesweiten Warnstreiks. Diese könnten für Verzögerungen beim Paketversand sorgen.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post haben Beschäftigte an verschiedenen Standorten bundesweit ihre Arbeit niedergelegt.

Beispielsweise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg folgten ver.di-Mitglieder dem Aufruf zum Warnstreik der Dienstleistungsgewerkschaft. Auch in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen rief ver.di zu Warnstreiks auf.

Hintergrund sind die laufenden Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 140.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post AG.

Vorstellungen liegen weit auseinander

In den bisherigen Gesprächen liegen die Parteien noch weit auseinander. Nach Angaben der Gewerkschaft wollte die Deutsche Post ihren Beschäftigten zuletzt 1,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate anbieten. Verdi-Vize Andrea Kocsis sprach dabei von einem "Abspeisen" der Beschäftigten. Dies würde als "Provokation" empfunden.

Die Gewerkschaft hält dagegen an einer Einkommenserhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fest. Azubis und Dual-Studierende sollen außerdem eine monatliche Erhöhung von 90 Euro erhalten.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 21. und 22. September statt. Die Post will dann ein konkretes Angebot vorlegen.

Paketlieferungen beeinträchtigt

Durch den Warnstreik könnten etwa in Hamburg bis zu 16.000 Pakete nicht zugestellt werden, wie Verdi mitteilte. Davon seien rund 400.000 Haushalte und Firmenkunden betroffen.

Nach Angaben der Gewerkschaft sollen In Sachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt 800 Menschen ihre Arbeit niederlegen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 10. September 2020 um 08:45 Uhr.

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