Hinter Wolkenschleiern leuchtet der Sonnenaufgang über der diesigen Landschaft mit dem Windenergiepark "Odervorland" in Brandenburg. | Bildquelle: dpa

Studie zu Ökostrom Energiewende zahlt sich für Staaten aus

Stand: 09.04.2019 12:03 Uhr

Der weltweite Strombedarf könnte bis 2050 zu fast 90 Prozent aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden - unter gewissen Voraussetzungen. Für Staaten rechne sich laut einer Studie ein hoher finanzieller Einsatz.

Wind, Sonne und alternative Quellen als fast einzige Energieträger weltweit: Was bis dato wie Zukunftsmusik klingt, könnte bis 2050 möglich sein. Zu dem Schluss kommt eine Studie der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA).

IRENA nennt den Umbau des Stromsektors als wichtiges Ziel, wenn die Staaten das Klimaabkommen von Paris einhalten wollten. Dafür müssten die Länder aber einiges investieren: rund 15 Billionen Dollar (etwa 13 Billionen Euro) seien nötig, um den Umbau des Energiesektors zu beschleunigen.

Internationale Energiewende-Konferenz
tagesschau 16:00 Uhr, 09.04.2019, Volker Schwenck, ARD Berlin

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Einsparung von mehreren Billionen Euro

Rechnerisch lohne sich die Umstellung auf regenerative Energien für die Volkswirtschaften weltweit: "Jeder Dollar, der für die Energiewende ausgegeben wird, zahlt sich bis zu sieben Mal aus", sagte IRENA-Generaldirektor Francesco La Camera. Wind- und Solarstrom werde immer günstiger.

Durch das investierte Geld könnten Schäden durch den Klimawandel vermieden und Gesundheitskosten reduziert werden. Die Weltwirtschaft könnte so in den kommenden 30 Jahren bis zu 160 Billionen Dollar (etwa 142 Billionen Euro) einsparen.

Energie aus regenerativen Quellen müsste neu eingesetzt werden

Legt man das Rechenmodell von IRENA zugrunde, könnten weltweit in drei Jahrzehnten nahezu 90 Prozent des Strombedarfs durch Ökostrom gedeckt werden. Dies könnte auch bei einer gesteigerten Stromnachfrage möglich sein, wenn zum Beispiel bis 2050 rund eine Milliarde Elektroautos auf den Straßen unterwegs sind.

Strom müsste zudem verstärkt zum Heizen genutzt oder zur Gewinnung von Wasserstoff eingesetzt werden. Wasserstoff könnte dann Kerosin oder Öl bei Flugzeugen und Schiffen ersetzen.

Agentur forciert Ausbau der Erneuerbaren Energien weltweit

IRENA ist eine internationale Organisation mit Sitz in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie wurde 2009 in Bonn gegründet und verfügt laut Bundesregierung derzeit über 149 Mitglieder - 27 weitere Staaten wollen beitreten.

Ziel der Vereinigung ist es, Erneuerbare Energien zu fördern und den Ausbau regenerativer Energiequellen voranzutreiben. Die Studie wurde auf der internationale Konferenz zu den weitreichenden Folgen der globalen Energiewende in Berlin vorgestellt und ist als Appell an die Weltgemeinschaft zu verstehen.

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