Firmenlogo von Monsanto | Bildquelle: dpa

US-Saatguthersteller Strafe für Monsanto deutlich milder?

Stand: 23.10.2018 03:47 Uhr

Monsanto kann im US-Prozess um angebliche Krebsrisiken von glyphosathaltigen Unkrautvernichtern mit einer deutlich geringeren Strafe rechnen. Die Forderung Monsantos nach einem neuen Prozess wies die Richterin aber zurück.

Im US-Streit um den Unkrautvernichter Glyphosat kommt auf die Bayer-Tochter Monsanto ein deutlich geringeres Bußgeld zu als erwartet. Richterin Suzanne Bolsanos erklärte, die ursprünglich verhängte Schadenersatzzahlung von 289 Millionen Dollar solle auf 78 Millionen Dollar verringert werden. Zugleich wies sie den Antrag von Monsanto ab, den Prozess neu aufzurollen.

Kläger an Krebs erkrankt

Kläger Dewayne Johnson bei der Urteilsverkündung | Bildquelle: AP
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Kläger Dewayne Johnson ist unheilbar an Krebs erkrankt.

Monsanto war im August von einem Geschworenengericht in San Francisco zur der Schadenersatzzahlung verurteilt worden. Glyphosathaltige Unkrautvernichtungsmittel wie Roundup und RangerPro hätten "wesentlich" zur Krebserkrankung des Klägers Dewayne Johnson beigetragen, hieß es zur Begründung. 

Der ehemalige Hausmeister ist unheilbar an Lymphdrüsenkrebs erkrankt und macht die Herbizide von Monsanto dafür verantwortlich, mit denen er lange arbeitete. Der zum Chemiekonzern Bayer gehörende Saatguthersteller kündigte damals umgehend Berufung gegen seine Verurteilung an.

Gericht in San Francisco mildert Strafe gegen Monsanto
Marcus Schuler, ARD Los Angeles
23.10.2018 06:37 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Oktober 2018 um 03:00 Uhr in den Nachrichten.

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