Miele-Messestand auf der IFA in Berlin 2019 | Bildquelle: imago images / Pacific Press Age

Hausgerätehersteller Miele streicht mehr als 1000 Stellen

Stand: 30.10.2019 14:33 Uhr

Der Hausgerätehersteller Miele steht unter Druck - aufgrund der Digitalisierung und von Konkurrenten aus Asien. Deshalb will das Unternehmen mehr als 1000 Stellen streichen, davon etwa 240 in Deutschland.

Der Hausgerätehersteller Miele plant einen einschneidenden Stellenabbau. Weltweit sollen rund 1070 Stellen in einem ersten Schritt bis Ende 2021 gestrichen werden, davon etwa 240 in Deutschland. Weitere 650 Stellen würden bis Ende 2025 im Gütersloher Waschmaschinenwerk wegfallen, teilte der Konzern mit. Der Stellenabbau solle möglichst sozialverträglich erfolgen. An anderer Stelle - etwa im Digitalbereich - würden allerdings auch 470 neue Stellen entstehen.

Konkurrenzdruck aus Asien

Das vor 120 Jahren gegründete Familienunternehmen beschäftigt weltweit gut 20.000 Mitarbeiter, mehr als 11.000 davon in Deutschland. Der Stellenabbau sei notwendig, um den tiefgreifenden Veränderungen der Märkte durch die Digitalisierung und den immer preisaggressiveren Auftritt asiatischer Wettbewerber Rechnung zu tragen, betonte Miele.

Ziel sei es, allein im ersten Schritt rund 190 Millionen Euro pro Jahr einzusparen und so die Wirtschaftlichkeit der gesamten Miele-Gruppe zu sichern.

Miele-Messestand auf der IFA in Berlin 2019 | Bildquelle: imago images / Pacific Press Age
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Dem Hausgerätehersteller Miele macht nicht nur die Digitalisierung, sondern auch die Konkurrenz aus Asien zu schaffen.

Kooperation mit koreanischer Tochter

Der Hersteller hatte die weltweite Konjunkturabkühlung bereits im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr zu spüren bekommen. Nur dank der erstmaligen Einbeziehung der koreanischen Tochter Yujin Robot stieg der Umsatz noch einmal leicht um 1,5 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Ohne diesen Effekt hätte das Plus nur bei 0,2 Prozent gelegen.

Auf dem wettbewerbsintensiven deutschen Markt musste Miele im abgelaufenen Geschäftsjahr sogar einen leichten Umsatzrückgang um 0,3 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro hinnehmen. Außerdem gab es in China spürbare Rückgänge, wo staatliche Restriktionen den Immobilienhandel erschwerten. In Hongkong dämpften außerdem die politischen Unruhen das Geschäft.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. Oktober 2019 um 18:00 Uhr.

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