Eine Filiale von Media Markt in Ingolstadt. | Bildquelle: dpa

Stellenabbau geplant Rotstift bei Media Markt und Saturn

Stand: 30.04.2019 18:32 Uhr

Der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn will radikal sparen: Hunderte Stellen sollen abgebaut werden, um vor allem die "eindeutig überdimensionierte Verwaltung" zu verkleinern.

Stellenabbau bei Deutschlands größtem Elektronikhändler: Ceconomy, der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn hat angekündigt, eine "mittlere dreistellige Zahl von Stellen" zu streichen. Laut Media-Saturn-Chef Ferran Reverter betrifft der Stellenabbau vor allem die Verwaltung. Ceconomy will die Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt und die Marketingabteilung in München verkleinern und so die Verwaltungskosten des Konzerns in Deutschland um rund 20 Prozent reduzieren. Dabei geht es um Einsparungen von 110 bis 130 Millionen Euro im Jahr.

Filialschließungen "nicht vorgesehen"

Zusätzlich zu den Entlassungen soll der Vorstand künftig nur noch aus zwei Personen bestehen. Während kleinere Tochterfirmen wie die Streaming-Plattform Juke geschlossen werden, sollen die Marken Media Markt und Saturn beide erhalten werden, erklärte Ceconomy-Chef Jörn Werner. Filialschließungen seien ebenfalls nicht vorgesehen.

Ceconomy steckt in der Krise. Der Handelsriese kämpft aufgrund der Online-Konkurrenz mit sinkenden Umsätzen und wegbrechenden Gewinnen. Der Aktienkurs ist seit der Trennung vom einstigen Mutterkonzern Metro im Sommer 2017 drastisch gefallen. Ceconomy beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben gut 27.000 Mitarbeiter. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 60.000 Menschen.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 30. April 2019 um 17:38 Uhr.

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