Erneuter Rückgang des BIP Japan rutscht in die Rezession

Stand: 17.11.2014 05:25 Uhr

Passanten vor einer Anzeigetafel, die den Rückgang des Nikkei-Index anzeigt
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Die schlechten Konjunkturdaten machten sich auch an der Börse bemerkbar.

Japan hat im vergangenen Quartal einen Konjunktureinbruch hinnehmen müssen und ist damit überraschend in die Rezession gerutscht. Im Zeitraum zwischen Juli und September sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet um 1,6 Prozent, wie die Regierung auf Basis vorläufiger Daten bekannt gab.

Einbruch im Vorquartal

Die Zahlen fielen weitaus negativer aus als erwartet, die meisten Ökonomen hatten mit einem Wachstum von gut zwei Prozent gerechnet.

Nachdem die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe die Mehrwehrtsteuer von fünf auf acht Prozent anhob, war die Wirtschaft schon im Vorquartal eingebrochen. Schrumpft eine Wirtschaft wie nun im Falle Japans in zwei Quartalen in Folge, sprechen Volkswirte von einer Rezession.

Der Minister für Wirtschafts- und Fiskalpolitik, Akira Amari, begründete die schlechten Wirtschaftsdaten vor allem damit, dass sich die private Nachfrage nicht so erholt habe wie erwartet. Der private Verbrauch, der in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zu rund 60 Prozent zum BIP beiträgt, erhöhte sich nur geringfügig um real 0,4 Prozent.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. November 2014 um 13:30 Uhr.

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