Luftaufnehme von Einfamilienhäusern in einem Kölner Neubaugebiet. | Bildquelle: dpa

Statistisches Bundesamt Jeder zweite Haushalt besitzt Immobilie

Stand: 16.04.2019 12:42 Uhr

In Deutschland besitzt jeder zweite Haushalt eine eigene Immobilie. Die meisten Menschen haben ein Einfamilienhaus, Eigentumswohnungen sind im Besitz von 14 Prozent.

Fast jeder zweite Haushalt konnte Anfang 2018 in Deutschland mindestens eine Immobilie sein Eigen nennen. Das Statistische Bundesamt nannte einen Wert von 48 Prozent.

Dabei bleibt das Einfamilienhaus weiterhin die häufigste Form des Immobilienbesitzes. So besaßen 31 Prozent der privaten Haushalte zu Beginn des vergangenen Jahres ein Einfamilienhaus. 14 Prozent besaßen Eigentumswohnungen und fünf Prozent Zweifamilienhäuser.

Ein Einfamilienhaus in Düsseldorf, das zum Verkauf steht | Bildquelle: dpa
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Die häufigste Form von Immobilienbesitz ist das Einfamilienhaus.

Unbebaute Grundstücke (vier Prozent), sonstige Gebäude (vier Prozent) und Mehrfamilienhäuser (zwei Prozent) gehörten zu den selteneren Formen des Immobilieneigentums bei den Privathaushalten. Mehrfachnennungen waren möglich.

Je mehr Menschen in einem Haushalt leben, desto eher war dort Eigentum vorhanden. So steigt der Eigentümeranteil bei Haushalten mit mindestens vier Mitgliedern auf 71 Prozent, während bei den Einzelhaushalten nur 31 Prozent Immobilienbesitz hatten.

Wohneigentum gewinnt weiter an Wert

Die Preise für den Kauf einer Immobilie bleiben hoch - ein Ende des Preisanstiegs ist nach dem "Wohnatlas 2019" der Postbank nicht in Sicht. Demnach steigen die Preise vor allem in und um die urbanen Zentren weiter. Laut der Kaufpreisprognose wird Wohneigentum in mehr als der Hälfte der 401 deutschen Kreise und Städte bis mindestens 2030 real an Wert gewinnen.  Ein Grund sind die steigenden Einwohnerzahlen in und um die Metropolen sowie in Süddeutschland, wie die Experten des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) schrieben.

Bauarbeiter arbeiten an der  Fertigstellung von Einfamilienhäusern | Bildquelle: dpa
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Wohneigentum bleibt teuer in Deutschland.

Kaufpreise für Immobilien hoch

Weiter stark steigen werden demnach die Immobilienpreise in Deutschlands teuerster Stadt: Für München prognostizieren die Experten ein jährliches Plus von real 1,81 Prozent. Auf Rang zwei und drei folgen Düsseldorf mit einer Steigerungsrate von 1,09 Prozent und Köln mit 0,98 Prozent. In Frankfurt am Main und in Berlin steigen die Preise bis 2030 jährlich um 0,76 Prozent. Das ist der geringste Anstieg unter den sogenannten Big Seven, den sieben größten Metropolen.

Doch die größten Preissprünge sind nicht nur in den Großstädten zu erwarten. Laut "Wohnatlas" finden Eigentümer und Kaufinteressierte auch abseits der "Big Seven" vor allem im Süden und Nordwesten Deutschlands fast durchgehend gute Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien. Unter den "Top Ten" mit den höchsten prognostizierten Wertsteigerungen sind gleich sieben bayerische Landkreise. Drei davon - die Landkreise München, Erding und Ebersberg - grenzen an die Landeshauptstadt.

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