5G-Testgelände von Vodafone in NRW  | Bildquelle: dpa

Neuer Mobilfunkstandard 5G-Lizenzen nur für die drei Großen?

Stand: 06.11.2018 08:56 Uhr

Funklöcher und langsames Internet sind ein Ärgernis - für Verbraucher und Industrie. Mit dem neuen 5G-Standard soll sich die Situation verbessern. Doch Digitalverbände sind besorgt: Es gebe zu wenig Konkurrenz.

Im kommenden Jahr versteigert die Bundesnetzagentur die 5G-Lizenzen. In das schnellere Mobilfunknetz setzen viele Menschen große Hoffnungen: Autobauer genauso wie Maschinenproduzenten ,aber auch Verbraucher.

"Der Ausbau von schnellem und flächendeckendem Internet ist entscheidend für Deutschlands Zukunft als Industriestandort", heißt es in einer Erklärung verschiedener Digitalverbände. "Insbesondere der ländliche Raum und heute unterversorgte Gebiete dürfen nicht abgehängt werden, wenn eine digitale Spaltung zwischen Stadt und Land vermieden werden soll."

Bis zu 20 Prozent der Fläche ohne 5G

Die Regeln für die Versteigerung der 5G-Frequenzen werden von der Bundesnetzagentur festgelegt. Diese hatte einen ersten Entwurf vorgelegt. Demnach müssen die Netzbetreiber bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte mit einer Datengeschwindigkeit von mindestens 100 Megabit pro Sekunde im Download versorgen.

Das würde allerdings dazu führen, dass 15 bis 20 Prozent der Bundesfläche nicht mit schnellen 5G-Verbindungen versorgt würden - eine Regelung, die zulasten der ländliche Regionen ginge.

An dem Entwurf gibt es breite Kritik: So hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer laut "Spiegel" kritisiert, mit den bisherigen Vergabekriterien ließen sich keine gleichwertigen Lebensverhältnisse in Deutschland herstellen.

Verbände fordern Nachbesserungen bei Regeln für 5G-Vergabe
tagesschau 00:25 Uhr, 07.11.2018, Peter Dalheimer, ARD Berlin

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Kritik an "Oligopol" der Mobilfunkanbieter

In der Kritik stehen vor allem die Mobilfunkanbieter. Digitalverbände fordern mehr Konkurrenz: Herausforderer müssten aktiv auf dem Markt mitwirken können. In Deutschland aber herrsche auf dem Mobilfunkmarkt ein "Oligopol" aus drei Anbietern - Telekom, Vodafone und Telefonica.

Ähnlich äußert sich auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Er forderte mehr Marktwirtschaft und politischen Druck, mehr Konkurrenz, damit neue Anbieter eine Chance hätten. Beim Ausbau der superschnellen Funknetze will er Druck machen und Netzbetreiber notfalls zur Kooperation verpflichten. "Die Funklöcher entlang von Landstraßen und Autobahnen nerven - zu Recht - viele Menschen", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung.

Verglichen mit dem aktuell genutzten Standard LTE wäre 5G bis zu zehn Mal schneller. Das ist unter anderem wichtig für autonome Fahrzeuge, die derzeit von der Autobranche entwickelt werden und künftig ein lukratives Geschäft sein sollen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. November 2018 um 17:00 Uhr.

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