Busbahnhof in Hamburg | Bildquelle: dpa

Fernbusse in Deutschland Neuer Anbieter greift Flixbus an

Stand: 01.03.2019 14:01 Uhr

Fernbus bedeutet in Deutschland meist: Flixbus. Doch das Unternehmen mit den grünen Bussen bekommt Konkurrenz. Blablabus - Ableger der Mitfahrzentrale Blablacar - will im Frühjahr die ersten Städte anfahren.

Fernbuskunden in Deutschland erhalten mehr Auswahl: Blablabus will im Frühjahr die ersten deutschen Städte anfahren, bestätigte das Unternehmen. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Mit roten Bussen will der Ableger der Mitfahrzentrale Blablacar den deutschen Branchenprimus Flixbus angreifen. Dessen grüne Busse bedienen nach mehreren Übernahmen 95 Prozent des Marktes.

Zunächst 60 Städte in Deutschland

Ab dem zweiten Quartal fährt der neue Anbieter zunächst in 60 Städte in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg - die meisten davon in Deutschland, wie eine Blablacar-Sprecherin ankündigte. In Frankreich übernimmt Blablabus bis Juni den französischen Flixbus-Rivalen Ouibus von der Staatsbahn SNCF. Sie wiederum investiert in Blablacar.

Keine eigenen Busse

Wie Flixbus betreibt Blablabus keine eigenen Fahrzeuge, sondern organisiert und vermittelt Fahrten mittelständischer Busunternehmen. Auf innerdeutschen Verbindungen war der deutsche Fernbusmarkt zuletzt kaum noch gewachsen. Vielversprechender waren grenzüberschreitende Verbindungen. Hier dürfte auch Blablabus ansetzen. Geplant ist zudem, Fahrgäste über Mitfahrangebote zum Bus zu lotsen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 01. März 2019 um 16:41 Uhr.

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