Teilnehmer einer Demonstration des Bündnisses "Alarmstufe Rot" der Kulturbranche Ende Oktober in Berlin. | dpa
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Einigung auf Milliardenpaket Mehr Corona-Hilfen für Soloselbstständige

Stand: 13.11.2020 16:01 Uhr

Die Bundesregierung legt bei den Corona-Hilfen nach. Die schwer getroffene Kulturbranche soll besonders profitieren. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios sind Zuschüsse von bis zu 5000 Euro geplant.

Von Moritz Rödle, ARD-Hauptstadtstudio

Soloselbstständige aus dem Kulturbereich leiden besonders unter den Beschränkungen durch Corona. Veranstaltungen, Theateraufführungen oder Konzerte dürfen nicht mehr stattfinden. Musikerinnen und Musiker, Autorinnen und Autoren, aber auch selbstständige Tontechnikerinnen und Tontechniker haben zurzeit große Probleme, Geld zu verdienen.

Moritz Rödle ARD-Hauptstadtstudio

Bisher war nur geklärt, dass deshalb Ausfälle aus dem November 2020 teilweise ersetzt werden. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios haben sich nun Bundeswirtschaftsministerium und Bundesfinanzministerium auch auf weitergehende Hilfszahlungen für die Branche geeinigt.

Einmalzahlung geplant

Demnach sollen Soloselbstständige unter anderem aus dem Kulturbereich einen einmaligen Zuschuss von bis zu 5000 Euro für diesen Dezember und die ersten sechs Monate 2021 erhalten. Damit sollen sie 25 Prozent des vergleichbaren Umsatzes aus dem Jahr 2019 ausgezahlt bekommen, wenn ihr Geschäft wegen der Corona-Pandemie um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist.

Offiziell bekommen sie einen Zuschuss zu den Betriebskosten, davon sollen die Soloselbstständigen aber auch die Lebenshaltungskosten bestreiten dürfen. Die Summe soll als Einmalzahlung überwiesen werden. Das entspricht bei einem Jahresumsatz von 35.000 Euro ungefähr 714 Euro pro Monat.

Dieser Betrag soll sich nicht auf die Ansprüche aus der Grundsicherung auswirken, sondern zusätzlich ausgezahlt werden. Die Hilfen für die Soloselbstständigen sind Teil eines größeren Pakets, das die bestehenden Überbrückungshilfen bis Mitte nächsten Jahres verlängern wird und für gewisse Branchen, die bislang noch nicht davon profitieren, Verbesserungen vorsieht.

Neben der Kultur- und Eventbranche sollen auch Reisebüros weitere Unterstützung erhalten. Insgesamt rechnet das Finanzministerium für die Hilfen mit Kosten von mehr als 20 Milliarden Euro.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 13. November 2020 um 17:00 Uhr.