Steckdose | Bildquelle: picture-alliance/ dpa

Pläne von Energieversorgern "Bonushopper"-Datenbanken wohl vom Tisch

Stand: 04.11.2020 17:18 Uhr

Mithilfe von Datenbanken hätten Energieversorger sogenannte Bonushopper erkennen können. Verbraucherschützer haben nun Bedenken geäußert, die Pläne dürften damit vom Tisch sein.

Von Peter Hornung, NDR

Datenschützer des Bundes und der Länder haben sich gegen Datenbanken ausgesprochen, in denen möglichst viele Strom- und Gaskunden deutschlandweit gespeichert werden. Verbraucherschützer hatten befürchtet, dass damit besonders wechselfreudige Verbraucher identifiziert und abgelehnt werden könnten.

Die zentrale Frage, über die die Datenschützer beraten haben: Dürfen sich Energieversorger branchenweit nicht nur über säumige Zahler, sondern auch über vertragstreue Kunden austauschen - mit Hilfe von Wirtschaftsauskunfteien wie der Schufa? NDR und "Süddeutsche Zeitung" hatten über entsprechende Pläne berichtet.

Offizieller Beschluss noch im November erwartet

Verbraucherschützer hatten befürchtet, dass so Strom- und Gasfirmen wechselfreudige Verbraucher erkennen können, um sie als Neukunden abzulehnen. Wer schnell wieder wechselt, ist bei Energieversorgern unbeliebt und als "Bonushopper" verschrien.

Die Datenschützer haben nun "erhebliche Zweifel" an den bisherigen Plänen angemeldet - sie sind damit offenbar vom Tisch. Die Auskunfteien hätten nun mitgeteilt, man werde keine Daten speichern, die Rückschlüsse auf die Wechselfreudigkeit von Kunden zuließen, heißt es in einer Mitteilung des Landesdatenschutzbeauftragten Nordrhein-Westfalen.

Nach Informationen von NDR und SZ sollen die Landesdatenschützer noch im November dazu einen offiziellen Beschluss fassen.

Bonushopper-Datenbanken: Pläne vom Tisch
Peter Hornung, NDR
04.11.2020 16:19 Uhr

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