Ein ICE-Waggon der Deutschen Bahn. | dpa

Zugverkehr vor Weihnachten Bahn verdoppelt Zahl der Sonderzüge

Stand: 02.12.2020 12:16 Uhr

Volle Züge vor Weihnachten will die Bahn in diesem Jahr möglichst verhindern. Deswegen sollen für Fahrgäste im Dezember Tausende zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung stehen. Auch neue ICEs sollen für Entlastung sorgen.

Die Deutsche Bahn will für den Reiseverkehr zu Weihnachten doppelt so viele Sonderzüge einsetzen wie normalerweise. Der Konzern kündigte an, zwischen dem 18. und 27. Dezember rund 100 zusätzliche Züge auf die Strecken zu schicken. Dies solle den Reisenden angesichts der Corona-Abstandsregeln möglichst viel Platz bieten.

Reservierungen ab dem 8. Dezember

"Deshalb fahren wir dieses Weihnachten so viel Kapazität wie noch nie", sagte Bahn-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber. Insgesamt stünden bis zum Jahresende rund 13.000 Sitzplätze zusätzlich zur Verfügung. Dabei helfen sollen auch neue Züge. Huber zufolge kann die Bahn im Dezember 15 kürzlich angeschaffte ICEs in Betrieb nehmen.

Ein Teil der Züge ist nach Angaben des Konzerns bereits buchbar. Die restlichen Sonderzüge sollen ab dem 8. Dezember in den Buchungssystemen, auf der Internetseite und in der Bahn-App zur Verfügung stehen.

Auf bestimmten Verbindungen wird außerdem mit dem neuen Fahrplan ab 13. Dezember die Zahl der Züge steigen. So fährt die Bahn ab dann zwischen Hamburg und Berlin im Halbstundentakt.

Angesichts der zweiten Corona-Infektionswelle hatte die Bahn zuvor die Anzahl der reservierbaren Sitzplätze gesenkt. Derzeit können Fahrgäste nur noch einen Sitzplatz pro Doppelsitz buchen - Einzelreisende erhalten laut Bahn dann automatisch einen Fensterplatz. An den Tischen lassen sich nur noch schräg gegenüberliegende Plätze reservieren.

Mehr Kontrollen der Maskenpflicht

Damit sollen in den Zügen maximal 60 Prozent der gesamten Plätze für eine Reservierung zur Verfügung stehen. Allerdings können Fahrgäste mit einem flexiblen Ticket weiterhin auch spontan in einen Zug steigen und sich auf einen Platz am Gang setzen. Eine Reservierungspflicht besteht nicht.

Die Maskenpflicht an Bord will die Bahn künftig noch stärker kontrollieren. In bis zu 50 Prozent der Fernverkehrszüge reisten "Sicherheitsteams" mit, um Fahrgäste auf diese Auflage hinzuweisen.

Wegen der nur gering ausgelasteten Züge erwartet die Deutsche Bahn in diesem Jahr einen Rekordverlust von mehr als fünf Milliarden Euro. Zuletzt lag die Auslastung im Fernverkehr bei 20 bis 25 Prozent.

Über dieses Thema berichtete am 02. Dezember 2020 NDR Info um 11:04 Uhr in den Nachrichten und die tagesschau um 17:00 Uhr.

IHRE MEINUNG

KOMMENTARE

avatar
Moderation 02.12.2020 • 20:58 Uhr

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User, wir schließen die Kommentarfunktion. Mit freundlichen Grüßen, Die Moderation