Berlins Marcel Hartel (l) im Zweikampf mit Stuttgarts Gonzalo Castro | Bildquelle: dpa

Relegation in der Bundesliga Union Berlin darf weiter hoffen

Stand: 23.05.2019 22:24 Uhr

Zweitligist Union Berlin hat sich im Hinspiel der Relegation um den letzten vakanten Platz in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart eine gute Ausgangslage für das Rückspiel verschafft.

Von Robin Tillenburg

Die Partie am Donnerstag (23.05.2019) endete 2:2 (1:1), sodass dem Hauptstadtklub im Rückspiel am Montag (27.05.2019, im Live-Ticker bei sportschau.de) schon ein 1:1 zum Aufstieg reichen würde.

Christian Gentner (42. Minute) brachte den VfB in Führung, Suleiman Abdullahi glich nur eine Minute später aus (43.). Kurz nach der Pause stellte Mario Gomez den alten Vorsprung wieder her (51.), Marvin Friedrich gelang der erneute Ausgleich (67.).

Zwei sehenswerte Treffer

Die Stuttgarter waren zu Beginn der Partie das dominante Team und taten mehr für das Spiel als der Zweitligist, der erst einmal abwartend agierte. Nach ein paar Halbchancen war es dann aber der Gast, der nach 21 Minuten als erster eine richtig gute Gelegenheit hatte: Sebastian Andersson scheiterte nach einer flachen Flanke aus kurzer Distanz an Torhüter Ron-Robert Zieler.

Das war eine Initialzündung für die Mannschaft von Trainer Urs Fischer, die nun besser und aggressiver in die Begegnung kam und ihrerseits nun Druck auf den VfB ausübte. Durch den zunehmenden Mut boten sich aber für die Schwaben Konterchancen, Anastasios Donis sprintete bei einer solchen unwiderstehlich über die rechte Seite und legte quer zum heraneilenden Gentner - das 1:0. Der Jubel im Stadion war aber noch nicht ganz verklungen, da hatte Abdullahi nach überragender Ballmitnahme Gegenspieler Emiliano Insua ausgetanzt und den Ausgleich erzielt.

Friedrich - erst Pech, dann Jubel

Nach zwei so ansehnlichen Treffern wirkte die erneute Führung für Stuttgart beinahe fehl am Platze - wichtig war es trotzdem: Gomez marschierte in Richtung Union-Strafraum und schoss Gegenspieler Friedrich an, der die Kugel somit unhaltbar abfälschte (51.). Friedrich war es eine gute Viertelstunde später dann aber auch, der die Kugel auf der anderen Seite ins Netz beförderte: Nach einem Eckball stand Unions Fünfer deutlich zu frei und nickte mit dem Kopf ein.

Beinahe wäre es für die Gastgeber dann noch dicker gekommen, als ein Volley-Kracher von Andersson in Richtung VfB-Gehäuse flog, von Zieler aber hervorragend pariert wurde (78.). Die Stuttgarter fanden nun keine Lücke mehr im Abwehrverbund der "Eisernen", die natürlich mit dem Ergebnis durchaus glücklich waren. Auch mit der sprichwörtlichen "Brechstange" und vielen Flanken in den Strafraum wollte keine Großchance mehr herausspringen. Im Gegenteil: Auch in der Nachspielzeit musste Zieler noch einmal einen Kopfball von Andersson parieren (90.+3).

Gomez und Gentner: Im Luftkampf muss mehr kommen

Die Punkteteilung ging insgesamt in Ordnung, der gefühlte Sieger waren aber die Gäste, auch wenn Gentner nachher am ARD-Mikrofon zu Recht meinte: "Es ist noch nichts verloren. Es bringt jetzt nichts, die Köpfe hängen zu lassen." und Gomez ergänzte bei "Eurosport": "Wir haben noch ein Spiel in Berlin, wenn wir das gewinnen, sind wir durch." Beide Torschützen wiesen aber auch darauf hin, dass man sich gerade in Kopfballduellen deutlich besser anstellen müsse. Unions im Rückspiel gesperrter Kapitän Christopher Trimmel: "Wir haben wirklich alles reingeschmissen und ein wirklich gutes Resultat erzielt. Wir freuen uns auf das Rückspiel, das Stadion wird beben."

Quelle: sportschau.de

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. Mai 2019 um 03:45 Uhr.

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