Uhr | Bildquelle: dpa

Uhren eine Stunde vorgestellt Es gilt wieder die Sommerzeit

Stand: 31.03.2019 03:00 Uhr

Vielleicht war es eines der letzten Male: In der Nacht sind die Uhren eine Stunde vorgestellt worden. Damit gilt nun wieder die Sommerzeit. Sie soll Energie sparen, tut es aber nicht wirklich.

Seit der Nacht gilt wieder die Sommerzeit. Die Uhren wurden um eine Stunde vorgestellt - von 2:00 auf 3:00 Uhr. Damit bleibt es abends nun wieder länger hell. Die Sommerzeit wurde zur Energieeinsparung 1980 in Deutschland eingeführt. Kritikern zufolge sind dadurch entstehende Energiespareffekte allerdings kaum nachweisbar.

Am letzten Sonntag im Oktober endet die Sommerzeit wieder und die Uhren werden zurückgestellt auf die Normalzeit, auch Winterzeit genannt.

Die Umstellung dürfte eine der letzten gewesen sein: Das Europaparlament sprach sich am vergangenen Dienstag für eine Abschaffung der Zeitumstellung ab dem Jahr 2021 aus. Die EU-Staaten sollen der EU-Kommission bis April 2020 mitteilen, welche Zeit sie dauerhaft beibehalten wollen - die Normal- oder die Sommerzeit.

Schlafstörungen statt Energiesparen

Nach Angaben von Biologen reagiert der Körper bei der Umstellung auf die Sommerzeit ähnlich wie bei einem Flug nach Osten - beides ist weitaus schwerer als die Umstellung auf die Winterzeit oder ein Flug nach Westen. Es sei sehr viel einfacher, die innere Uhr zu verzögern, als sie zu beschleunigen.

Die deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin spricht sich für eine künftige Beibehaltung der Normalzeit aus. Das Tageslicht und insbesondere der Blauanteil des Sonnenlichts sei der "Hauptzeitgeber" für die innere Uhr des Menschen und maßgeblich für den Wach-Schlaf-Rhythmus. All dies wird den Experten zufolge am besten durch die Winterzeit gewährleistet. Durch Umstellung auf Sommerzeit drohe hingegen ein Schlafmangel, der zu Konzentrations- und Leistungseinbußen sowie mehr Unfällen führe.

#kurzerklärt: Was bringt die Zeitumstellung?
nachtmagazin 00:00 Uhr, 23.03.2018, Alina Stiegler, NDR

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. März 2019 um 04:00 Uhr.

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