Manfred Weber spricht im Europäischen Parlament. | Bildquelle: PATRICK SEEGER/EPA-EFE/REX

CSU-Vize Weber wirbt für Schwarz-Grün

Stand: 22.09.2019 03:42 Uhr

CSU-Vize Weber hat sich für eine Koalition auf Bundesebene von Union und Grünen ausgesprochen. Nur ein solches Bündnis könne die gesellschaftlichen Konflikte befrieden, sagte er. Ein vorzeitiges Ende der GroKo will er aber nicht.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber hat deutlich dafür geworben, auf Bundesebene künftig eine Koalition mit den Grünen anzustreben. Der Fraktionschef der konservativen Parteienfamilie EVP im Europaparlament sprach von einem "Zukunftsmodell für Deutschland" und sagte der "Welt am Sonntag": "Nur ein Bündnis von Union und Grünen auf Bundesebene kann die gesellschaftlichen Konflikte, die wir in Deutschland haben, befrieden." Es gehe darum, "Umwelt und Wirtschaft, Nachhaltigkeit und Wettbewerb, soziale Marktwirtschaft und die Schonung von Ressourcen auf intelligente Weise miteinander zu verbinden".

"SPD kein Zukunftsprojekt"

Weber schränkte ein, dass ein gemeinsames Regieren "sicherlich anstrengend" werde, "aber die Grünen haben in den vergangenen Jahren durch die neue Parteiführung und die Regierungsverantwortung in einigen Bundesländern eine große Wandlung vollzogen - von einer oftmals ideologisierten Partei zu einer Partei, die weiß, dass man in der Verantwortung steht".

Allerdings müssten die Grünen sich "von allen Linksradikalen abgrenzen", eine "Koalition von Rot-Rot-Grün" ausschließen und bereit sein, "Verantwortung in der Welt zu übernehmen".

In einer langfristigen Zusammenarbeit mit der SPD sieht Weber dagegen "derzeit kein Zukunftsprojekt": "Bei der Lösung der Zukunftsfragen ist die SPD kaum wahrnehmbar." Dennoch solle die Große Koalition erst 2021 "regulär beendet werden".

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 22. September 2019 um 09:00 Uhr.

Darstellung: