Brand in Brandenburg | Bildquelle: FILIP SINGER/EPA-EFE/REX

Hohe Waldbrandgefahr "Brandenburg ist der Hotspot Europas"

Stand: 05.06.2019 14:00 Uhr

Durch die Hitze und Trockenheit ist die Waldbrandgefahr vor allem in Ostdeutschland weiter sehr hoch, warnt der Deutsche Wetterdienst. Doch mit heftigen Gewittern droht bereits das nächste Wetterextrem.

In Brandenburg ist die Waldbrandgefahr weiterhin sehr hoch. In 13 von 14 Landkreisen gilt die höchste Gefahrenstufe 5, wie das Umweltministerium auf seiner Internetseite mitteilte. Einen Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog konnte die Feuerwehr über Nacht leicht eindämmen. Es handelt sich dabei um das größte Feuer im Land seit 1990.

Derzeit brennen dort noch 600 Hektar Fläche. 120 Feuerwehrleute sind nach Angaben der zuständigen Regionalleitstelle der Feuerwehr im Einsatz. Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz liegt Munition. Die Einsatzkräfte können deshalb nur von speziell geschaffenen Wegen aus, die dauernd bewässert werden, den Brand löschen.

Brand in Brandenburg | Bildquelle: dpa
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In Jüterborg brennt ein riesiges Areal.

Hitze auch in Süddeutschland

Ein Grund für die hohe Waldbrandgefahr sind die Hitze und die Trockenheit, die aktuell in weiten Teilen Deutschlands herrschen. "Brandenburg ist der Hotspot Europas", sagte der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Andreas Friedrich. Selbst in Andalusien oder der Türkei gebe es keine vergleichbaren Temperaturen. Das Thermometer soll heute nochmal auf bis zu 36 Grad klettern.

Auch für weite Teile Sachsen-Anhalts, Thüringens, ganz Sachsen sowie Teile Baden-Württembergs gab der DWD eine Hitzewarnung heraus. "Heute legen die Temperaturen im Vergleich zum Vortag nochmal zu", hieß es in einer Mitteilung.

Gewitter drohen

Abkühlung ist zwar in Sicht - allerdings in Form von heftigen Gewittern. Grund ist eine Kaltfront, die von Frankreichs nach Deutschland zieht und neben Blitzen und Donner örtlich auch Hagel und Starkregen mit bis zu 30 Litern Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit bringt.

Sturmböen seien möglich, auch die Bildung erneuter Tornados schloss der DWD nicht aus. Am Donnerstag muss dann gegen Nachmittag östlich der Elbe mit kräftigen und teils unwetterartigen Gewittern gerechnet werden. Dadurch sinkt die Waldbrandgefahr.

Für das Pfingstwochenende ist dann angenehmes Sommerwetter in Sicht, wie der DWD erklärte: Sonne und Wolken wechseln sich bei etwa 25 Grad ab und es bleibt meist trocken.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 05. Juni 2019 um 11:00 Uhr.

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