Feuerwehrleute zersägen in Hamburg nach einem Unwetter einen auf einem Auto liegenden Baum.  | Bildquelle: dpa

Gewitter in Deutschland Unwetter legt Verkehr im Norden lahm

Stand: 10.08.2018 20:24 Uhr

Heftige Sommergewitter haben Deutschland heimgesucht. Mehrere Menschen wurden durch umstürzende Bäume verletzt. Besonders betroffen war der Norden. Die Bahn kämpft dort noch immer mit Störungen.

Mit teils orkanartigen Böen ist eine Gewitterfront über Deutschland hinweggezogen. Mehrere Menschen wurden durch umgestürzte Bäume verletzt. Zentrale Strecken im Bahn-, Straßen-, und Flugverkehr waren betroffen.

Besonders stark war der Wind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Raum Hannover und an der Nordsee. An der Küste seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde gemessen worden.

Schwere Schäden im Norden
tagesschau 20:00 Uhr, 10.08.2018, Alina Stiegler, NDR

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Weiter Einschränkungen im Zugverkehr

Es gab zahlreiche Einschränkungen im Zugverkehr. Laut Deutscher Bahn ist auch am Wochenende auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet mit einer längeren Fahrzeit zu rechnen. Zwischen Wolfsburg und Hannover gebe es nach dem Gewittertief weiterhin eine Störung. Die Züge werden bis mindestens Montag über Braunschweig umgeleitet, wodurch die ICE-Züge nach Angaben der Bahn jeweils etwa 30 Minuten länger unterwegs sind.

Auch Metronom-Verkehr eingeschränkt

Auch Strecken des Bahnbetreibers Metronom sind noch von Störungen betroffen.

Blitz setzt Haus in Brand

In Mecklenburg-Vorpommern setzte ein Blitzschlag ein reetgedecktes Haus in Brand. Das Feuer habe das Doppelhaus in Ribnitz-Damgarten im Kreis Vorpommern-Rügen komplett zerstört, teilte die Polizei mit.

In Hamburg wurden zwei Jugendliche durch einen entwurzelten Baum verletzt. Die beiden wurden ins Krankenhaus gebracht, die Verletzungen waren nicht lebensbedrohlich. Beim Zusammenstoß eines Autos mit einem umgestürzten Baum wurden in Sassenberg im Münsterland vier Menschen verletzt.

Ein großer Ast liegt nach einem Starkregen und Sturm auf einer Straߟe. | Bildquelle: dpa
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Regen und Sturm sorgten auch bei Eppelheim in Baden-Württemberg für Verkehrsbehinderungen.

Stadtwerke fordern Unterstützung

Die kommunalen Unternehmen fordern mehr Vorsorge gegen die Folgen von extremen Regenfällen vor allem in Städten. "Wir setzen uns für einen Starkregendialog vor Ort ein, in dem alle Akteure an einen Tisch kommen", sagte der Vizepräsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Karsten Specht. Auch Bund und Länder seien gefordert, Kommunen und Unternehmen gezielt und unbürokratisch zu unterstützen.

Die Kanalisation komme bei außergewöhnlich starkem Regen an Kapazitätsgrenzen, sagte Specht. Teils rauschten Wassermassen einfach mit hoher Geschwindigkeit über die Kanäle hinweg. Die Dürre habe in diesem Sommer das Problem verschärft, da die extrem ausgetrockneten Böden die Wassermassen nicht wie gewohnt aufnehmen können.

Je nach Region waren die Einsatzkräfte besonders stark gefordert:

Beruhigung zum Wochenende

Zum Wochenende dürfte sich das Wetter wieder beruhigen. Laut DWD ist die große Hitze dann zwar vorerst vorbei - sommerlich warm bleibt es trotzdem. Die Höchsttemperaturen sollen nach langer Zeit flächendeckend aber unter 30 Grad liegen. Hoch "Kevin" bringt trockene Luft - außer dem Südosten Bayerns und Schleswig-Holstein.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 9. August 2018 um 22:15 Uhr.

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