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Zusatzbeitrag Krankenkasse Spahn will Mini-Senkung

Stand: 11.10.2018 17:42 Uhr

Die Krankenversicherungen erwirtschaften Überschüsse, also könne man die Beitragszahler auch entlasten. Deshalb will Gesundheitsminister Spahn den Zusatzbeitrag der Krankenkassen um 0,1 Prozentpunkte senken.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will den Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung um 0,1 Prozentpunkte senken. "Die Wirtschaft läuft gut. Das führt weiterhin zu Überschüssen in der Krankenversicherung", erklärte der CDU-Politiker in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Deshalb könne man den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz um 0,1 Punkte senken.

Zusatzbeitrag künftig bei 0,9 Prozentpunkten?

Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung besteht aus zwei Teilen: Derzeit liegt der allgemeine Beitrag bei 14,6 Prozent des Bruttolohns, der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei 1,0 Prozentpunkten des Bruttolohns. In Zukunft könnte letzterer demnach bei 0,9 Prozentpunkten liegen. Je nach Finanzlage dürfen die Kassen von diesem Durchschnittsbeitrag aber abweichen.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will den Zusatzbeitrag der Krankenkasse um 01, Prozentpunkte senken.

Spahn forderte die Kassen auf, die Beiträge zu senken. Die Prognose des Schätzerkreises zeige deutliche Spielräume für Beitragssatzsenkungen: "Jetzt sind die Krankenkassen gefordert, daraus Konsequenzen zu ziehen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Der Zusatzbeitrag war bisher von den Mitgliedern allein zu zahlen, ab Januar soll er - so wie der fixe allgemeine Beitrag - wieder zur Hälfte von den Arbeitgebern getragen werden.

Das Bundeskabinett hat gerade erst beschlossen, den Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,5 Punkte zu erhöhen. Spahn begründet das mit höheren Ausgaben für die Pflege. Mit Blick hierauf sagte der Bundesgesundheitsminister der Funke-Mediengruppe: "Wo es geht, entlasten wir die Beitragszahler. Das gibt dann auch Spielraum für die notwendige Erhöhung in der Pflege."

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