Ein Arzt in Hessen impft einen jungen Mann gegen Corona. (Archivbild vom 12.06.2021) | dpa

Einigung auf Booster-Impfung Auffrischung für vollständig Geimpfte

Stand: 04.11.2021 14:17 Uhr

Wer vor sechs Monaten vollständig geimpft wurde, soll eine Auffrischung erhalten können: Gesundheitsminister Spahn und Ärzteverbände haben sich in der Debatte über sogenannte Booster-Impfungen auf eine einheitliche Linie geeinigt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Ärzteverbände haben den Streit über Booster-Impfungen offenbar beigelegt. Man sei sich nun einig, dass allen, die vor sechs Monaten vollständig geimpft worden seien, eine Auffrischungs-Impfung angeboten werden solle, bestätigte das Gesundheitsministerium.

Vorrangig sollten Ältere, medizinisches Personal und Personen mit Immunschwäche eine Booster-Impfung erhalten. Personen, die das Vakzin von Johnson&Johnson bekommen hatten, sollten schon nach vier Wochen nochmals geimpft werden.

Die Kampagne für Auffrischungs-Impfungen solle entsprechend vereinheitlicht und angepasst werden, hieß es nach einer Videokonferenz aus Teilnehmerkreisen. Informationen dazu sollen jetzt auch über die offizielle Corona-Warn-App ausgespielt werden.

Eine Auffrischungsimpfung erhalten haben laut Robert Koch-Institut bisher 2,36 Millionen Menschen.

Zuletzt hatte es Diskussionen gegeben, wie groß der Kreis für Impf-Verstärkungen sein soll. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt sie vorerst in engerem Rahmen, unter anderem ab 70 Jahren. Spahn setzt sich für Impf-Auffrischungen auf breiterer Front ein, die laut Impfverordnung generell für alle möglich sind.

Die Kassenärztliche Vereinigung hatte kritisiert, dass Spahn mit seiner Booster-Empfehlung für alle über die Empfehlung der STIKO hinausgehe.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 04. November 2021 um 14:00 Uhr.