Eine vertrocknete Sonnenblume lässt auf einem Feld in Sachsen ihren Kopf hängen.  | Bildquelle: dpa

Hitze in Deutschland Drittwärmster Sommer seit 1881

Stand: 30.08.2019 16:16 Uhr

Der Sommer 2019 war der drittheißeste in Deutschland seit Beginn der Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes vor rund 140 Jahren. Zugleich verschärfte sich die Dürre deutlich.

Nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Sommer 2019 der drittwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881. Durchschnittlich lag die Temperatur bei 19,2 Grad Celsius. Nur die Sommer im Jahr 2003 (19,7 Grad) und 2018 (19,3 Grad) waren noch heißer.

Dennoch brach Hoch "Ulla" im Juni den Hitze-Rekord. Noch nie seit Beginn der Messungen vor rund 140 Jahren war es in einem Juni an einem Ort in Deutschland so heiß wie im brandenburgischen Coschen.

Rekordtemperaturen und Trockenheit

Zudem überschritten erstmals die Temperaturen in Deutschland die Marke von 42 Grad. Ende Juli wurden im niedersächsischen Lingen an der Ems 42,6 Grad gemessen - nationaler Temperaturrekord. Vor Beginn des Sommers hatte die Rekordtemperatur bei 40,3 Grad im bayerischen Kitzingen gelegen. Dieser Wert wurde dieses Jahr mehrmals übertroffen.

Neben Hitze prägte auch Trockenheit diesen Sommer: Dieses Jahr wurden laut DWD 175 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gemessen.

Viele Sonnenstunden

Mit 755 Sonnenstunden liegt der Sommer 2019 auf dem vierten Platz im Vergleich der Statistik, die dazu seit 1951 geführt wird.

Aus meteorologischer Sicht beginnt am kommenden Sonntag mit dem September bereits der Herbst. Der bisherigen Vorhersage zufolge sinken kommende Woche tatsächlich die Temperaturen, es soll wechselhaft und kühler werden.

Über dieses Thema berichtete MDR aktuell am 30. August 2019 um 14:58 Uhr.

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