Olaf Scholz, Sabine Preise-Marian, Nancy Faeser und Hendrik Wüst in Bad Münstereifel. | dpa

NRW und Rheinland-Pfalz Scholz besucht Flutgebiete

Stand: 29.03.2022 19:42 Uhr

Vor einem Dreivierteljahr hat das Juli-Hochwasser Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zerstört. 181 Menschen kamen ums Leben. Jetzt machte sich Bundeskanzler Scholz ein Bild vom Wiederaufbau.

Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundesinnenministerin Nancy Faeser haben von der Flutkatastrophe betroffene Gebiete in Nordrhein-Westfalen besucht. Beide waren zusammen mit Ministerpräsident Hendrik Wüst in der Stadt Bad Münstereifel zu Gast. Scholz machte sich ein Bild vom Stand des Wiederaufbaus in der vom Juli-Hochwasser des vergangenen Jahres besonders betroffenen Region.

Rundgang und Gespräche

"Wir waren gemeinsam hier, um von den Menschen zu erfahren, wie sie sich fühlen und wie sie die letzten Monate empfunden haben", sagte Wüst. "Es nötigt hohen Respekt ab, mit welcher Gemeinschaftleistung hier wieder aufgebaut wird." Öffentliche Erklärungen von Scholz waren nicht geplant.

Danach reisten Scholz und Faeser weiter ins Ahrtal in Rheinland-Pfalz, um sich über den Stand des Wiederaufbaus zu informieren. Begleitet wurden sie von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Cornelia Weigand, der parteilosen Landrätin des Kreises Ahrweiler. Bei einem Rundgang durch Ahrbrück führte Scholz Gespräche mit Betroffenen. "Wir treiben gemeinsam mit dem Bund und den Verantwortlichen vor Ort den Wiederaufbau mit Hochdruck voran", sagte Dreyer. Der Ort in der Verbandsgemeinde Altenahr war besonders schwer von der Flut getroffen.

Zudem betonte Bundesinnenministerin Faser, dass man "aus dieser schrecklichen Katastrophe" Konsequenzen gezogen habe. "Wir arbeiten intensiv daran, den Bevölkerungsschutz zu stärken, um uns zu wappnen gegen künftige Klimafolgen und Extremwetterereignisse." Vor allem die Warninfrastruktur werde verbessert - etwa durch einen Ausbau von Sirenen und ein Handy-Warnsystem (Cell Broadcast).

Viele Tote in NRW und Rheinland-Pfalz

In beiden Bundesländern hatte extremer Starkregen im Juli verheerende Überschwemmungen ausgelöst. In Nordrhein-Westfalen gab es 48 Tote, in Rheinland-Pfalz kamen 133 Menschen ums Leben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 29. März 2022 um 17:00 Uhr.