Ein Arzt verabreicht eine Spritze. | picture alliance / Inderlied/Kir

Corona-Impfdaten RKI sieht keine eigenen Fehler

Stand: 13.10.2021 16:33 Uhr

"Das RKI kann nur die Impfdaten veröffentlichen, die ihm entsprechend übermittelt worden sind". RKI-Chef Wieler weist die Kritik an der vermeintlich zu niedrig angegebenen Impfquote zurück. Virologe Drosten springt ihm bei.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die Verantwortung für offenbar zu niedrige, offiziell gemeldete Corona-Impfquoten zurückgewiesen. "Das RKI kann nur die Impfdaten veröffentlichen, die ihm entsprechend übermittelt worden sind", sagte Präsident Lothar Wieler. Eine zu niedrige Erfassung stelle "keinen Fehler und kein Versäumnis des RKI dar", sondern gehe auf unterbliebene Meldungen einiger impfender Stellen zurück.

Das RKI hatte vor einer Woche bekannt gegeben, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft seien, als die offiziellen Daten nahelegten. Darauf weise unter anderem eine Befragung von Bürgerinnen und Bürgern hin.

Die Quote dürfte bei den einmal und den vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu fünf Prozentpunkte höher sein, lautete die Mitteilung des Instituts. 

Drosten verteidigt RKI

Nach der Veröffentlichung dieses Berichts hatte es Kritik am RKI gegeben. Der Berliner Virologe Christian Drosten nahm das RKI hingegen in Schutz. Die einseitige Schuldzuweisung ans RKI und Lothar Wieler halte er so nicht für gerechtfertigt, sagte der Experte von der Berliner Charitéim Podcast "Coronavirus-Update" bei NDR-Info. Das Thema sei auch nicht neu, das RKI weise schon länger auf die Problematik hin.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 13. Oktober 2021 um 03:33 Uhr in der ARD Infonacht.