Jens Spahn und Lothar Wieler | AFP

RKI-Chef Wieler und Spahn Impfkampagne zeigt offenbar erste Wirkung

Stand: 26.02.2021 11:38 Uhr

Die Virusmutation B.1.1.7 bereitet dem Robert Koch-Institut weiter Sorgen. Gleichzeitig gibt es laut RKI-Chef Wieler und Gesundheitsminister Spahn Grund zur Hoffnung: Das Risiko für die über 80-Jährigen, zu erkranken, ist deutlich gesunken.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betont, die Impfkampagne in Deutschland zeige "erste Erfolge". So hätten bislang die allermeisten Menschen der Kategorie 1 das Impfangebot angenommen, sagt Spahn in Berlin. In einigen Bundesländern sei bereits die Mehrheit der über 80-Jährigen geimpft.

Das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, sei für diese Gruppe damit deutlich gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz der über 80-Jährigen lag dem Minister zufolge Anfang Februar noch bei 200, mittlerweile liege sie bei 70. Grundsätzlich gelte laut Spahn: "Impfen ebnet den Weg aus der Pandemie, es wird aber gleichwohl kein Spaziergang."

Nach den Worten des Ministers sollen so bald wie möglich auch Arztpraxen in die Impfungen einbezogen werden. Dazu liefen Gespräche mit Großhändlern, Ärzten und Apotheken, etwa über Logistik und die Vergütung, sagte Spahn.

"Deutliche Signale einer Trendumkehr"

Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, warnte, dass sich die Virusmutation B.1.1.7 rasch ausbreite. Sie sei "deutlich gefährlicher, und zwar in allen Altersgruppen". Nach der positiven Entwicklung zu Jahresbeginn stelle er nun "deutliche Signale einer Trendumkehr" fest. Wichtig sei, dass die Regeln weiter eingehalten würden. "Ansonsten steuern wir in eine weitere, in eine dritte Welle", sagte Wieler.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 9997 Corona-Neuinfektionen. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 394 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9113 Neuinfektionen und 508 neue Todesfälle verzeichnet.

Am Morgen hatte es zunächst Verwirrung um auffallend hohe Werte auf Landkreisebene gegeben. Die Datenseite des RKI wurde zwischenzeitlich korrigiert und stand am späteren Vormittag wieder zur Verfügung.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI bundesweit bei 62,6 - und damit höher als am Vortag (61,7). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 1,05 (Vortag 0,98). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. Februar 2021 um 11:00 Uhr.

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KOMMENTARE

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Thomas D. 26.02.2021 • 17:40 Uhr

17:33 von WirSindLegion

So, sagen die das..... .... der Tierarzt und der Bankkaufmann. Von Humanmedizin haben beide keine Ahnung. Das gilt teilweise auch für den Klabauterbach (Gesundheits-ÖKONOM). Und welche war noch mal Ihre Qualifikation?