Warteschlange vor einer Corona-Teststation. | picture alliance/dpa

Corona-Pandemie RKI verzeichnet Anstieg der Omikron-Fälle

Stand: 03.01.2022 14:28 Uhr

Omikron breitet sich weiter aus: Seit Mitte November wurden dem Robert Koch-Institut 30.325 Infektionen mit der Virusvariante gemeldet. Das RKI bereitet indes eine Empfehlung zur Quarantäne-Verkürzung vor. Morgen tagt der Expertenrat.

In Deutschland steigt die Zahl der gemeldeten Omikron-Fälle weiter an. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete seit dem 15. November 2021 insgesamt 30.325 Infektionen, die der Corona-Variante zugeordnet werden. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Fälle gar um 13 Prozent an: 3524 Ansteckungen mit Omikron wurden dem RKI gemeldet.

Auch die allgemeine Infektionskurve kennt momentan nur eine Richtung: Den fünften Tag in Folge stieg die Sieben-Tage-Inzidenz an. Der Wert liegt nun bei 232,4. Am Vortag und in der Vorwoche lag die Inzidenz jeweils bei 222,7. Der Wert beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Bremen verzeichnet höchsten Wert

Die Gesundheitsämter übermittelten dem RKI innerhalb von 24 Stunden 18.518 Neuinfektionen - ein Anstieg um rund 4600 im Vergleich zur Vorwoche. Registriert wurden zudem 68 weitere Todesfälle. Insgesamt starben somit 112.223 Menschen seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 468,6 den höchsten Wert. Die niedrigste Inzidenz weist Rheinland-Pfalz mit 161,3 auf. Das RKI weist nach wie vor darauf hin, dass die Infektionszahlen derzeit höchstwahrscheinlich nicht vollständig sind. Aufgrund der Feiertage ließen sich weniger Menschen testen und nicht alle Gesundheitsämter leiteten Daten weiter.

Über 30 Millionen wurden geboostert

Zwar schnellen die Fallzahlen nach oben, doch die Impfkampagne zieht im neuen Jahr langsam wieder an. Nach Angaben des RKI wurden am Sonntag mindestens 129.069 Impfungen verabreicht. Am Neujahrstag hatten sich demnach bundesweit gerade einmal 25.582 Menschen impfen lassen. Auch über die Weihnachtstage vom 24. bis zum 26. Dezember waren die Zahlen kurzzeitig deutlich zurückgegangen.

Damit sind nun mindestens 59,2 Millionen Menschen in Deutschland zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 71,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 32,3 Millionen Menschen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nicht geimpft sind laut RKI aktuell 21,5 Millionen Menschen in Deutschland, darunter 4,0 Millionen Kinder im Alter bis vier Jahren, für die bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht.

Experten beraten über Quarantänedauer

Bund und Länder wollen sich am 7. Januar zu einer neuen Schaltkonferenz treffen, um die weitere Strategie zu beraten. Thema wird dann auch das Vorgehen gegen Omikron sein. Eventuelle Maßnahmen sollen zuvor fachlich vorbereitet werden. So werde der Expertenrat der Bundesregierung morgen tagen, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit.

Laut Gesundheitsministerium befasst sich das Robert Koch-Institut zudem mit möglichen Verkürzungen von Quarantänezeiten. Hierzu würden im Lauf der Woche entsprechende Empfehlungen erwartet. Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte Beschlüsse unter anderem zu möglichen zusätzlichen Kontaktbeschränkungen und zu Quarantäneregelungen in Aussicht gestellt.

Im Gespräch sind kürzere Zeiten insbesondere für Beschäftigte wichtiger Versorgungsbereiche, um zu viele gleichzeitige Personalausfälle zu vermeiden. Ein Ministeriumssprecher erläuterte, in einem solchen Fall könne es nötig sein, angepasste Regelungen zu haben. Die konkrete Umsetzung liege bei den Ländern.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Januar 2022 um 12:00 Uhr.