Ein Arzt verabreicht einem Jugendlichen eine Spritze mit einem Corona-Impfstoff. | dpa

Modellrechnung zur Impfkampagne RKI geht von hoher Wirksamkeit aus

Stand: 06.08.2021 21:32 Uhr

Das Robert Koch-Institut hat in Modellrechnungen die Auswirkungen der Impfkampagne analysiert. Demnach zeigten die Impfungen eine hohe Wirksamkeit - besonders die Altersgruppe der über 60-Jährigen habe profitiert.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat im "Epidemiologischen Bulletin" mathematische Modellrechnungen veröffentlicht, die analysieren, wie sich die Impfungen auf das Infektionsgeschehen in Deutschland ausgewirkt haben. Die Berechnungen beziehen sich auf den Zeitraum Januar bis Juli 2021, in dem zunächst wenige Impfstoffe verfügbar waren. Dabei wurde modelliert, wie die dritte Welle verlaufen wäre, hätte es keine Impfkampagne gegeben.

Das RKI geht in der Analyse davon aus, dass die Impfungen bisher geschätzt 706.000 Meldefälle, 76.600 stationäre und etwa 19.600 intensivmedizinische Fälle verhindert haben - und mehr als 38.300 Sterbefälle. Bei der Betrachung der täglichen Sterbefälle zeige sich "der vermutlich stärkste Effekt".

"Aus unserer Sicht sind das beeindruckende Zahlen", so Thomas Harder, Epidemiologe am RKI, in der tagesschau.

Fälle bei über 60-Jährigen um 40 Prozent weniger

Nach der Berechnung profitierte besonders die Altersgruppe der über 60-Jährigen von den Impfungen. Für jeden der untersuchten Punkte sei die Anzahl der Fälle in dieser Gruppe um mehr als 40 Prozent reduziert worden, so das RKI.

Die "hohe Effektivität" der Impfkampagne verdeutliche "eindrucksvoll, dass Impfungen den Weg aus der Pandemie ebnen", so das RKI. Entgegen erster Befürchtungen habe das Ausmaß der dritten Welle das der zweiten nicht übertroffen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. August 2021 um 20:00 Uhr.