Ein Banner weist auf eine Corona-Teststation in München hin | dpa

Corona-Pandemie Inzidenz steigt auf 7,1

Stand: 14.07.2021 09:15 Uhr

Das RKI hat 1548 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz den achten Tag in Folge auf jetzt 7,1. In Teilen Niedersachsens werden mit den steigenden Zahlen die Maßnahmen wieder verschärft.

Seit mehr als einer Woche steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland an. Nun liegt sie nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 7,1 - nach 6,5 am Dienstag. Der jüngste Tiefstwert betrug am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1548 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind rund 550 mehr als vor einer Woche.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 28 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 48 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.738.683 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. 91.287 nachweislich mit dem Virus infizierte Menschen starben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Verschärfungen in Niedersachsen

Vorerst greifen aber Städte und Landkreise weiter auf die Inzidenz zurück. So werden in manchen Regionen Niedersachsen die Regeln wieder verschärft, da die Zahlen hier stabil den ersten Schwellenwert von zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche überschreiten. Von heute an gilt im Wolfsburger Stadtgebiet (Sieben-Tage-Inzidenz bei 16,9) bis auf Weiteres "Stufe 1". Dazu gehören Beschränkungen der Kontakte auf maximal zehn Personen, geschlossene Feiern in Restaurants mit nicht mehr als 100 Personen sowie eine Maskenpflicht auf Wochenmärkten. Diskotheken und Clubs dürfen nur noch bis zu 50 Prozent ihrer Kapazität nutzen.

In der Region Hannover (12,2) sollen die Verschärfungen frühestens morgen in Kraft treten. Die entsprechende Allgemeinverfügung werde spätestens heute erlassen, wie ein Sprecher gegenüber dem NDR sagte.

Lockerungen in Sachsen

In Teilen Sachsens werden die Maßnahmen hingegen gelockert. Wie gestern bekannt wurde, soll dort die Maskenpflicht beim Einkaufen bei einer Inzidenz von unter zehn fallen. Die Regelung greife ab kommenden Freitag, hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping mitgeteilt. Ein Mund-Nasen-Schutz muss aber weiter in Bus und Bahn sowie in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen getragen werden. Derzeit liegen alle Landkreise und Städte im Freistaat unter dem Schwellenwert von zehn wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 14. Juli 2021 um 09:00 Uhr.