Ein Mitarbeiter zeigt in der Corona-Abstrichstelle auf dem Festplatz einen Abstrich für einen Corona-Test. | dpa

Corona-Pandemie Mehr als 11.000 Neuinfektionen gemeldet

Stand: 31.01.2021 09:12 Uhr

Laut RKI haben die Gesundheitsämter 11.192 Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging leicht zurück. Angesichts der Virusmutationen hält der Bundeswirtschaftsminister jedoch eine Lockdown-Verlängerung für denkbar.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11.192 neue Corona-Infektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es noch 12.257 gemeldete Neuinfektionen gewesen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger - unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

399 neue Todesfälle gemeldet

Seit Beginn der Pandemie zählt das RKI somit 2.216.363 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 399 auf insgesamt 56.945. Am Sonntag vor einer Woche waren 349 Fälle gemeldet worden, bei denen Patienten im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 56.945.

Der Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 90,2

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 0,92 (Vortag 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel auf 90,2 - am Samstag hatte sie noch bei knapp 91 gelegen. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Ziel der Bundesregierung ist ein Wert von 50.

Altmaier hält Lockdown-Verlängerung für denkbar

Ob die geltenden Corona-Beschränkungen ab diesem Wert aufgehoben werden können, ist unklar. Vorerst sind sie bis zum 14. Februar befristet. Dass der aktuelle Lockdown noch einmal verlängert werden muss, schließt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nicht aus. "Die aktuelle Entwicklung nährt die Hoffnung, dass wir uns relativ schnell einer Inzidenz von 50 nähern können", sagte Altmaier der "Welt am Sonntag". "Die Länge des Lockdowns hängt aber auch davon ab, inwieweit sich neue Mutationen des Coronavirus in Deutschland verbreiten."

Man habe in Großbritannien gesehen, dass sich die neue Virus-Variante auch deshalb schnell habe ausbreiten können, weil der dortige Lockdown weniger streng gewesen sei als der aktuell in Deutschland geltende, warnte er. Ähnlich hatte sich bereits Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus geäußert: "Besser jetzt noch ein wenig länger etwas härtere Maßnahmen als ein Raus-Rein-Raus-Rein, was letztlich alle zermürbt", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Über dieses Thema berichtete Inforadio am 31. Januar 2021 um 13:44 Uhr.

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KOMMENTARE

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Sausevind 31.01.2021 • 13:05 Uhr

12:11 von Hanno Kuhrt

"Wird kein Weg gefunden, mit dem Virus zu leben, werden wir uns für immer zu Hause verstecken müssen. Das werden die Bürger nicht mehr lange durchhalten. Die Kollateralschäden werden am Ende größer sein, als alles andere." ,.,., "Als alles andere" was? Massensterben der Bevölkerung? Das finden Sie dann weniger schlimm als Einschränkungen? Manche frage ich mich, ob jemand überhaupt noch weiß, was er schreibt oder denkt. Er unterstellt allen Bürgern, dass sie lieber sterben wollen als nicht mehr zum Friseur gehen zu können etc. Da stimmt was nicht mehr bei Erfassen von Relationen.