Ein Mitarbeiter einer Corona-Abstrichstelle zeigt einen Abstrich für einen Corona-Test | Bildquelle: dpa

Corona-Pandemie RKI meldet mehr als 22.000 Neuinfektionen

Stand: 26.11.2020 10:48 Uhr

Die Corona-Fallzahlen bleiben hoch: Das RKI meldet 22. 268 Neuinfektionen und mit 389 auch viele Todesfälle. Für Kanzleramtschef Braun gibt es nur dann eine Chance auf niedrigere Zahlen, wenn die Bevölkerung mitziehe.

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.268 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 3600 Fälle mehr als am Mittwoch (18.633), wie aus RKI-Angaben hervorgeht. Am Donnerstag vor einer Woche waren 22.609 Fälle gemeldet worden. Am Freitag war mit 23.648 gemeldeten Fällen ein Höchstwert erreicht worden.

Zahl der Toten erneut bei fast 400

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 983.588 nachgewiesene Infektionen in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Donnerstag um 389 auf insgesamt 15.160. Am Mittwoch war mit 410 Todesfällen ein neuer Höchstwert erreicht worden. Das RKI schätzt, dass rund 676.100 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Abend bei 0,87 (Vortag: 0,90). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor acht bis 16 Tagen ab. Liegt der Wert für längere Zeit unter Eins, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Braun: Bürger müssen mitziehen

Nach den neuen Bund-Länder-Beschlüssen zur Verlängerung des Teil-Lockdowns hat Kanzleramtschef Helge Braun betont, dass es im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf das Verhalten der Bürger ankomme. "Dass wir jetzt sicher ein Sinken der Zahlen erleben werden, das können wir nur dann gewährleisten, wenn die Leute wirklich alle mitziehen", sagte der CDU-Politiker im ARD-Morgenmagazin. Die Maßnahmen seien so, "dass es sehr auf uns alle ankommt, dass wir die Kontakte weiter reduzieren."

Braun verteidigt zudem die beschlossenen regionalen Ausnahmeregelungen mit möglichen Lockerungen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, weil dort die Sieben-Tage-Inzidenz bereits wieder unter 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner sinke.

Bund und Länder hatten sich unter anderen neben verschärften Kontaktbeschränkungen auch auf einen Hotspot-Wert geeinigt: Ab einer Zahl von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche sollen die Corona-Regeln demnach nochmals verschärft werden.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 26. November 2020 um 11:00 Uhr.

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