Eine Spritze für eine Impfung mit dem Impfstoff Moderna wird vorbereitet. | dpa

RKI-Zahlen zur Pandemie Bundesweite Inzidenz sinkt auf 68

Stand: 20.05.2021 08:02 Uhr

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz weiter gesunken: Sie liegt nun unter der Schwelle von 70 Infektionen pro 100.000 Einwohner. 237 neue Todesfälle wurden registriert.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden in den vergangenen sieben Tagen bundesweit 68 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner nachgewiesen. Am Mittwoch hatte der Inzidenzwert noch bei 72,8 gelegen.

Innerhalb eines Tages wurden laut RKI 12.298 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Am Mittwoch hatte das RKI 11.040 Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche waren noch rund 17.419 Neuinfektionen registriert worden.

237 neue Todesfälle

Im Tagesvergleich wurden am Morgen zudem 237 neue Todesfälle nach Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Damit liegt die Zahl der Corona-Toten in Deutschland mittlerweile bei mindestens 86.902. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Fälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg nach Angaben des RKI auf 3.626.393. Die Zahl der von einer Covid-19-Erkrankung Genesenen bezifferte das RKI auf rund 3,3 Millionen.

"Lockerungen auf Bewährung"

Der Deutsche Städtetag appellierte an die Menschen in Deutschland, trotz sinkender Inzidenz-Zahlen und gelockerter Auflagen auch über Pfingsten vorsichtig zu sein. Die Welt sehe freundlicher aus als zu Ostern und die Menschen freuten sich, dass wieder mehr Aktivitäten möglich seien, sagte der Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Rheinischen Post".

Die aktuellen Lockerungen seien allerdings "Lockerungen auf Bewährung". Obwohl die Inzidenz weiter sinke und die Zahl der Geimpften zunehme, sei die Pandemie nicht besiegt, warnte Dedy. Vorsicht bleibe angesagt, um die neuen Freiheiten nicht zu riskieren.

Indische Mutation in über 40 Ländern

Der Anteil der als besorgniserregend eingestuften Corona-Variante aus Indien an untersuchten Proben in Deutschland ist weiter relativ gering. Das RKI beziffert ihn in einem Bericht vom Mittwochabend für die Woche vom 3. bis 9. Mai auf zwei Prozent. In der Woche zuvor lag er bei 1,5 Prozent. Unterdessen legte der Anteil der Südafrika-Variante B.1.351 dem Bericht zufolge auf drei Prozent zu. Die Dominanz der in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 schwächte sich etwas ab - von mehr als 90 auf nun 87 Prozent.

Die Bundesregierung stuft Großbritannien trotz niedriger Infektionszahlen seit Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein. Grund sei das "zumindest eingeschränkte Vorkommen" der zuerst in Indien festgestellten Virusvariante, hieß es. Nach Daten der WHO ist B.1.617 mittlerweile in mehr als 40 Ländern nachgewiesen worden. Das RKI blickt in seinem wöchentlichen Bericht vor allem auf vier als besorgniserregend geltende Varianten. Dazu zählt neben denen aus Indien, Südafrika und Großbritannien auch die Mutante P.1, die in Brasilien zirkuliert (Anteil: 0,3 Prozent).

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Mai 2021 um 09:00 Uhr.

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Moderation 20.05.2021 • 13:37 Uhr

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