Zwei ältere Menschen sitzen auf einer Bank | Bildquelle: picture alliance / dpa

Rund drei Prozent mehr Kräftiges Rentenplus in 2020

Stand: 11.11.2019 16:12 Uhr

Die Rentner in Deutschland bekommen ab kommendem Jahr mehr Geld - in Ost und West gibt es ein Plus von mehr als drei Prozent. Noch handelt es sich jedoch um Schätzungen.

Rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland haben ab Mitte kommenden Jahres mehr Geld in der Tasche. Zum 1. Juli steigen die Renten im Westen um 3,15 Prozent, im Osten um 3,92 Prozent. Das melden mehrere Medien unter Berufung auf den aktuellen Entwurf für den Rentenversicherungsbericht. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland darüber berichtet.

Bis zu 40 Euro mehr im Monat

Eine Monatsrente von 1000 Euro erhöht sich somit im Westen um 31,50 Euro, im Osten um 39,20 Euro. Allerdings handelt es sich zum jetzigen Zeitpunkt um Schätzungen - die exakten Berechnungen liegen erst im Frühjahr kommenden Jahres vor. Zugrunde gelegt werden dabei die allgemeine Lohnentwicklung in Deutschland, die Beitragsentwicklung und das Verhältnis von Beitragszahlern und Rentnern.

Zusätzliche Vorsorge nötig

Bereits in diesem Jahr waren die Renten kräftig erhöht worden. Insgesamt sollen die Bezüge bis 2033 um rund 36,4 Prozent steigen - durchschnittlich entspricht das einer Steigerungsrate von 2,2 Prozent pro Jahr. Das Sicherungsniveau, das das Verhältnis von Renten zu Löhnen zeigt, beträgt derzeit 48,2 Prozent. Gesetzlich ist ein Absinken des Rentenniveaus unter 48 Prozent bis 2025 ausgeschlossen. Längerfristig sinkt das Rentenniveau laut Entwurf aber bis auf 44,5 Prozent 2033. Zentral für die Altersversorgung werde zwar die gesetzliche Rente bleiben. Doch reiche sie künftig alleine nicht aus, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen. Dafür sei zusätzliche Vorsorge nötig.

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