"Abstand halten" steht auf einem Schild in einer Straße in Kopenhagen. | dpa

Auswärtiges Amt Reisewarnung für Regionen in elf EU-Ländern

Stand: 23.09.2020 21:58 Uhr

Angesichts steigender Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung weitere elf Regionen in der EU zu Risikogebieten erklärt. Auf der Liste stehen auch die Hauptstädte Lissabon, Kopenhagen und Dublin. Für sie gelten nun Reisewarnungen.

Die Bundesregierung hat Regionen in elf Ländern der Europäischen Union wegen steigender Infektionszahlen zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter sind auch Gebiete in den Nachbarländern Dänemark, Tschechien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden. Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnungen auf seiner Homepage bereits aktualisiert.

Insgesamt sind damit nun schon 14 von 27 EU-Mitgliedsstaaten ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete ausgewiesen. Neu hinzugekommen sind Regionen in Dänemark, Portugal, Irland und Slowenien, darunter auch die Hauptstädte Dublin, Lissabon und Kopenhagen. Zudem wurden weitere Regionen in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden, Kroatien, Rumänien, Österreich und Ungarn als Risikogebiete ausgewiesen.

Test 48 Stunden vor oder nach Einreise

Reisende, die aus Risikogebieten zurückkehren, müssen sich 48 Stunden vor oder nach der Einreise auf Corona testen lassen. Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Sie ermöglicht es zudem Pauschal-Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Nach Ausbruch der Corona-Pandemie hatte das Auswärtige Amt am 17. März erstmals eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen. Für mehr als 30 europäische Länder wurde sie Mitte Juni zunächst wieder aufgehoben. Schon nach wenigen Wochen mussten die Reisewarnungen für die ersten Länder aber wegen steigender Infektionszahlen wieder reaktiviert werden.

Spanien als komplettes Land Risikogebiet

Inzwischen ist mehr als die Hälfte der EU-Länder betroffen. Spanien ist aber weiterhin der einzige Mitgliedsstaat, der komplett zum Risikogebiet erklärt wurde. Die Einstufung erfolgt in der Regel, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Bei der Reisewarnung kann es bisher auch noch andere Gründe wie Einreisesperren oder fehlende Hygienemaßnahmen geben.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 23. September 2020 um 22:20 Uhr und die tagesschau am 24. September 2020 um 09:00 Uhr.