Zwei Polizeiwagen begleiten die Verdächtigen auf der Fahrt zur Generalstaatsanwaltschaft. | dpa

Einsatz in vier Bundesländern Razzia bei mutmaßlichen Rechtsextremisten

Stand: 20.10.2021 14:43 Uhr

In vier Bundesländern ist die Polizei gegen eine mutmaßlich rechtsextremistische Gruppierung vorgegangen. Die 15 Verdächtigen sollen sich auf einen gewaltsamen Aufstand vorbereitet haben. Es wurden Waffen und Drogen sichergestellt.

Die Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt in Berlin ermitteln gegen 15 Menschen wegen des Verdachts auf Bildung einer rechtsextremistischen Vereinigung. Am Mittwoch gab es Durchsuchungen an 14 Orten in den vier Bundesländern Berlin, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Hessen, wie die Behörden mitteilten.

Dort seien Schusswaffen, Schreckschusswaffen, Munition, Hieb- und Stichwaffen, Datenträger, Devotionalien der Vereinigung sowie Betäubungs- und Dopingmittel beschlagnahmt worden, hieß es. Insgesamt seien etwa 130 Polizeibeamte und ein Staatsanwalt an der Aktion beteiligt gewesen.

Vorbereitung auf bewaffneten Aufstand?

Den 15 Beschuldigten wird die Rädelsführerschaft oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, hieß es von den Behörden. Der Hauptbeschuldigte lebe in Berlin. Unter seiner Führung sollen sich die Verdächtigen in einer rechtsextremistischen Vereinigung mit dem Namen "Berserker Clan" zusammengeschlossen haben.

Nach Angaben der Behörden spielte in der Kommunikation zwischen den Verdächtigen insbesondere die Vorbereitung auf einen "Tag X" immer wieder eine Rolle. Damit solle ein bewaffneter Aufstand gegen die bestehenden Strukturen in Deutschland gemeint sein. Auch war teilweise von Schusswaffen die Rede.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 20. Oktober 2021 um 14:00 Uhr in den Nachrichten.