Streetscooter | Bildquelle: dpa

Brände bei E-Autos der Post 460 Streetscooter aus dem Verkehr gezogen

Stand: 20.03.2019 16:12 Uhr

Der Elektrowagen wurde als großer Erfolg gefeiert, doch nun zieht die Post 460 ihrer selbstproduzierten Streetscooter zur Überprüfung aus dem Verkehr. Der Grund: Zwei der E-Autos waren in Brand geraten.

Nach Bränden bei zwei Elektro-Lieferwagen vom Typ Streetscooter hat die Post zeitweise rund 460 der selbstproduzierten Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen.

Auslöser der Brände seien offenbar fehlerhafte Verschweißungen im Bereich der Batterien gewesen, sagte ein Sprecher der Post. Zuvor hatte das ARD-Magazin Plusminus über die Zwischenfälle berichtet.

Laut Post waren im November vergangenen Jahres zwei der insgesamt rund 9000 Streetscooter der Post-Flotte in Singen in Baden-Württemberg und Teuchern in Sachsen-Anhalt in Brand geraten. Menschen kamen nicht zu Schaden, doch Sendungen wurden zerstört.

Streetscooter | Bildquelle: picture alliance / Rolf Vennenbe
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9000 Streetscooter der Post waren zuletzt für die Zustellung auf Deutschlands Straßen unterwegs.

Verdacht auf ähnliche Fehler

Die Post habe daraufhin rund 460 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, bei denen der Verdacht bestand, sie könnten ähnliche Produktionsfehler aufweisen, sagte der Sprecher. Bisher hätten die Überprüfungen aber keine weiteren Mängel ergeben, und die ersten überprüften Fahrzeuge seien auch schon wieder auf den Straßen unterwegs. Achim Kampker, der Chef der Herstellerfirma, betonte: "Der Streetscooter ist und bleibt ein sicheres Elektrofahrzeug."

Noch in diesem Jahr wollte die Post die Zahl der Elektrofahrzeuge von 9000 auf 15.000 erhöhen.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 20. März 2019 um 13:47 Uhr.

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