Kinder mit Schulranzen | Bildquelle: dpa

OECD-Studie Bildung bleibt eine Frage der Herkunft

Stand: 11.09.2018 12:26 Uhr

Für Kinder aus ärmeren Familien und Einwandererkinder ist ein Aufstieg durch Bildung immer noch schwierig. Das zeigt eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Migranten in erster und zweiter Generation erreichen laut einer aktuellen Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) seltener einen höheren Bildungsabschluss als andere.

Zwar hat Deutschland der Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahren in der Bildung in einigen Bereichen deutlich aufgeholt. Laut der OECD-Untersuchung galt für Einwandererkinder jedoch: Je älter sie zum Zeitpunkt der Einwanderung in ein Land waren, umso schwieriger wurde, an den örtlichen Bildungsangeboten teilzuhaben. Als Gründe wurden Probleme mit der Sprache oder dem für die Betroffenen fremden Bildungssystem genannt.

In hoch qualifizierten Jobs unterrepräsentiert

Langfristig wirke sich das auch auf die Berufstätigkeit aus, heißt es in dem Bericht weiter. Migranten seien eher von Arbeitslosigkeit betroffen. In hoch qualifizierten Stellen seien Menschen mit einem ausländischen Hintergrund zudem seltener zu finden als in schlechter bezahlten Jobs. In Deutschland gebe es - wie auch in vielen anderen westeuropäischen Ländern - bei der Anstellung von Absolventen der Universitäten, Hochschulen oder Fachakademien eine Lücke von mehr als zehn Prozentpunkten zulasten jener, die im Ausland geboren sind.

Schülerinnen der fünften Jahrgangsstufe | Bildquelle: dpa
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Wie gut ihre beruflichen Chancen sind, haben Kinder nicht immer selbst in der Hand. Oft spielt die soziale Herkunft eine große Rolle.

Soziale Schere bei frühkindlicher Bildung


OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass sich vor allem bei der frühkindlichen Bildung in Deutschland enorm viel getan habe. So besuchen weit mehr Kinder als früher eine Kita. Der Anteil der Unter-Dreijährigen, die in frühkindliche Bildungseinrichtungen gehen, stieg seit 2005 von 17 Prozent auf 37 Prozent im Jahr 2016.

Jedoch sagte Schleicher auch: "Kinder aus ungünstigen sozialen Schichten, die es am dringendsten brauchen, bekommen in Deutschland am wenigsten frühkindliche Bildung. Diese soziale Schere ist das Gegenteil von dem, was wir brauchen."

Deutschland ist in der Bildung immer noch schlechter als EU-Durchschnitt
tagesschau 12:00 Uhr, 11.09.2018, Kerstin Breinig, RBB

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Gute Aussichten für Berufseinsteiger

Die Mehrheit der Jugendlichen mit Berufsausbildung oder Uniabschlüssen hat gute Berufschancen. Für junge Erwachsene mit einem Abschluss im mittleren Qualifikationsbereich ist die Beschäftigungsquote binnen zehn Jahren um sechs Prozentpunkte auf 83 Prozent angestiegen. Bei Akademikern sind es 87 Prozent.

Das Bundesbildungsministerium hob hervor, Deutschland stehe mit beruflicher und akademischer Bildung gut da. Das erleichtere auch die Integration junger Zuwanderer. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte: "Berufliche Bildung und akademische Bildung sind bei uns gleichwertige und zukunftsfähige Karrierealternativen."

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 11. September 2018 um 12:00 Uhr.

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