Rückreise aus Risikogebiet: Warnung auf der A7 bei Langnau | dpa

Corona-Pandemie Neue Risikogebiete in mehreren Ländern

Stand: 07.10.2020 21:13 Uhr

Jede Woche neue Risikogebiete: Inzwischen bleiben kaum noch Länder, für die das Auswärtige Amt nicht vor Urlaubsreisen warnt oder davon abrät. Nun sind auch Rumänien, Tunesien, Georgien, Jordanien und einzelne Regionen in weiteren Ländern betroffen.

Die Bundesregierung hat ganz Rumänien, Tunesien, Georgien und Jordanien sowie einzelne Regionen in sieben EU-Ländern zu Corona-Risikogebieten erklärt. Das Robert Koch-Institut aktualisierte seine Liste entsprechend.

Darauf sind jetzt auch alle fünf niederländischen Provinzen zu finden, die an Deutschland grenzen. Als letzte kam Limburg hinzu. Zeeland an der Nordseeküste ist die einzige der zwölf niederländischen Provinzen, die noch kein Risikogebiet ist.

Erstmals wurden Teile der Slowakei zu Risikogebieten erklärt. In Slowenien kam unter anderem die Hauptstadt Ljubljana hinzu, außerdem Regionen in Kroatien, Ungarn, Litauen und Bulgarien. Das Auswärtige Amt sprach für alle diese Gebiete auch eine Reisewarnung aus.

Einzelne Aufhebungen von Risikogebietseinordnung

Es gibt aber auch gute Nachrichten: Für die bei Urlaubern beliebte Insel Korsika und die Region Brodsko-Posavska in Kroatien wurde der Status als Risikogebiet aufgehoben.

Die Einstufung als Risikogebiet und die anschließende Reisewarnung erfolgen, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt. Jedes Land der Welt wird dabei einzeln bewertet.

Die Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren. Wer dennoch in Risikogebiete reist und von dort zurückkehrt, muss derzeit noch für 14 Tage in Quarantäne, kann sich aber durch einen negativen Corona-Test davon befreien lassen.

127 Länder vollständiges Risikogebiet

Mit den neuen Entscheidungen der Bundesregierung gelten nun 127 Länder vollständig und 15 teilweise als Risikogebiete.

Für mehr als 40 weitere Länder wird unabhängig von der Infektionslage von Reisen abgeraten. Der Grund: Dort gelten noch Einreisebeschränkungen, Quarantäneregeln oder eine Ausreisesperre in die EU.

Zu den wenigen verbleibenden Ländern, für die weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten wird, zählen Italien, Griechenland, Zypern und Malta.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. Oktober 2020 um 21:00 Uhr.