Noch-CDU-Chefin Angela Merkel | Bildquelle: OMER MESSINGER/EPA-EFE/REX/Shutt

CDU-Vorsitz Das Rennen um die Merkel-Nachfolge

Stand: 30.10.2018 08:00 Uhr

Die Parteiflügel bringen ihre Kandidaten für die Nachfolge Merkels als CDU-Vorsitzende in Stellung. Vor allem Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer und Ex-Fraktionschef Merz erfahren Unterstützung.

EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger erwartet keinen Autoritätsverlust für Bundeskanzlerin Angela Merkel nach deren Rückzug von der CDU-Spitze. "Ich erwarte das Gegenteil", sagte der CDU-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Wir brauchen jetzt eine Kanzlerin, die den Rücken frei hat, gerade für die großen europäischen Aufgaben."

Merkel könne sich nun "ganz auf das eine Amt konzentrieren", so Oettinger. "Die gesamte Union muss sie dabei unterstützen." Merkel hatte gestern angekündigt, im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz zu kandidieren. Die Amtszeit als Kanzler bis 2021 will sie vollenden.

Juso-Vorsitzender Kevin Kühnert: Merkel-Rückzug auch Chance für die SPD
morgenmagazin 08:00 Uhr, 30.10.2018

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Wirtschaftsrat unterstützt Merz als Nachfolger

Der CDU-Wirtschaftsrat reagierte erleichtert auf die Ankündigung Merkels, auf den CDU-Vorsitz zu verzichten. "Die Union hat gegenüber der Bundestagswahl 2013 rund zwei Fünftel ihrer Wähler verloren", sagte der Generalsekretär des CDU-nahen Verbandes, Wolfgang Steiger, der Nachrichtenagentur dpa. Das personelle wie inhaltliche Angebot der CDU müsse nach dem Wechsel an der Parteispitze verdeutlichen, "dass man die fatale Botschaft nach der Bundestagswahl 'Wir wissen nicht, was wir anders machen können' endlich überwunden hat. Nur so kann der Kurswert der CDU bei den Wählern wieder steigen."

Nicht nur Zuwanderungs- und Sicherheitspolitik hätten die Unionswähler in verschiedene Richtungen getrieben, sondern auch die mangelhafte Ausrichtung auf die Soziale Marktwirtschaft. Nötig sei ein inhaltliches und personelles Gesamtangebot, das die CDU wieder zu einer erfolgreichen Volkspartei mache, "die mit allen Flügeln glaubwürdig fliegen kann".

Steiger sprach sich für eine Kandidatur des ehemalige CDU-Fraktionschefs Friedrich Merz als Parteivorsitzenden aus. "Es wäre natürlich sehr wünschenswert und zu begrüßen, wenn Friedrich Merz sich als Parteivorsitzender der CDU zur Verfügung stellen würde", sagte er. Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten warb für den früheren Unionsfraktionschef.

Der ehemalige Fraktionschef der CDU, Friedrich Merz | Bildquelle: dpa
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Der ehemalige Fraktionschef der CDU, Friedrich Merz.

Annegret Kramp-Karrenbauer | Bildquelle: FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutte
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CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Hans spricht sich für Kramp-Karrenbauer aus

Als mögliche Nachfolgerin Merkels als Parteichefin gilt auch Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer. Für ihre Kandidatur sprach sich der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans aus. "Annegret Kramp-Karrenbauer hat in ihrer Arbeit als Generalsekretärin klar bewiesen, dass sie auch Parteivorsitzende sein könnte", sagte Hans der "Welt" über seine Vorgängerin an der Regierungsspitze im Saarland. "Dass sie nun ihre Kandidatur um den Vorsitz erklärt hat, ist der konsequente nächste Schritt." 

Zu einer möglichen Kandidatur des ehemaligen Unionsfraktionschefs Friedrich Merz sagte Hans der "Welt": "Für Erneuerung steht er nicht wirklich. Wir sollten aber mit allen Bewerbungen vernünftig umgehen. Wir brauchen einen Wettbewerb der Ideen."

Neben Merz und Kramp-Karrenbauer werden auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet gehandelt.

Urwahl gefordert

Schon vor Wochen hatten mehrere unbekannte Kandidaten angekündigt, für den CDU-Vorsitz zu kandidieren. Nun fordern zwei von ihnen, der Staatsrechtler Matthias Herdegen und der Unternehmer Andreas Ritzenhoff, die Parteimitglieder über den Vorsitz abstimmen zu lassen.

Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer wolle eine neue Diskussionskultur in der CDU, sagte Ritzenhoff der "Bild"-Zeitung. "Meint sie es ernst? Dann stellen sich bitte alle Kandidaten den Mitgliedern persönlich vor und diskutieren über ihre politischen Ziele. Im Anschluss fordere ich eine Urwahl für den Parteivorsitz."

Herdegen sagte dem Blatt: "Eine Direktwahl des CDU-Vorsitzenden würde der Basis eine Stimme geben und der gärenden Partei Sauerstoff zuführen. Sie würde den Verflechtungen im Parteiapparat entgegenwirken und dem Werben um Inhalte eine Chance geben."

Das Parteistatut der CDU sieht einen solchen Schritt allerdings nicht vor. Die oder der Neue wird danach in einer geheimen Wahl vom CDU-Bundesparteitag gekürt.

Diskussion über Nachfolge Angela Merkels an der CDU-Parteispitze
morgenmagazin 05:00 Uhr, 30.10.2018, Anja Köhler, ARD Berlin

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Über dieses Thema berichtete das morgenmagazin am 30. Oktober 2018 um 08:00 Uhr.

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