Kanzlerin Merkel und Spitzenkandidat Laschet lachen nach der NRW-Wahl | Bildquelle: dpa

Merkel zur NRW-Wahl Abhaken und arbeiten

Stand: 15.05.2017 13:58 Uhr

Betont nüchtern hat die CDU ihren Wahlsieg in NRW aufgenommen. Kanzlerin Merkel gratulierte dem künftigen Ministerpräsidenten Laschet und umriss dann ihre Agenda für den Bundestagswahlkampf. Mit viel Unterstützung aus der FDP darf sie nicht rechnen.

Feiern war gestern, jetzt wird gearbeitet. So lässt sich die nüchterne Reaktion der CDU auf den Wahlsieg in NRW zusammenfassen. "Es beginnt jetzt eine neue Phase im Bundestagswahljahr", sagte Kanzlerin Angela Merkel bei ihrer Rede nach dem Wahlerfolg. "Wir freuen uns auf die nächsten Wochen." Ihr Anteil am NRW-Erfolg? "Mein Anteil ist der, wie ich es immer mache - nämlich dass ich die Kandidaten unterstütze."

Mehr Eigenlob war nicht von der Kanzlerin zu hören. Stattdessen Arbeit: Im Wahlkampf will sie vermehrt auf Wirtschaftsthemen setzen. Deutschland könne sich auf seiner derzeit guten wirtschaftlichen Situation nicht ausruhen. "Es wird vor allem um Arbeitsplätze der Zukunft gehen", sagte Merkel. Mit Blick auf ihre eigene Partei mahnte Merkel: Die CDU müsse in den kommenden Monaten genauso geeint auftreten wie in den Landtagswahlkämpfen.

Laschet sagt Danke

Großzügiger mit Lob ging dagegen der künftige NRW-Ministerpräsident Armin Laschet um: Die Unterstützung durch Merkel - meist im ländlichen Raum - habe ihm geholfen, sagte er. "Da war großer Rückenwind spürbar." Insofern sei der Wahlsieg für die Landes-CDU auch einer für die Bundes-CDU.

Nach CDU-Sieg in NRW: Parteien ziehen Bilanz
tagesthemen 22:45 Uhr, 15.05.2017, Julia Krittian, ARD Berlin

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Altmaier stichelt gegen die SPD

Im ARD-Morgenmagazin merkte Kanzleramtsminister Peter Altmaier an, dass das Zutrauen in die Kanzlerin enorm gewachsen sei. Er lobte die große Geschlossenheit der Partei: "Die Menschen wollen, dass in Deutschland gut regiert wird", sagte Altmaier. In Richtung SPD sagte er süffisant: "Viele Menschen fragen sich, wofür steht die SPD? Ist sie stolz auf die Große Koalition oder muss sie sich absetzen?" Nicht ohne hinterherzuschicken: "Das ist unser Problem ganz eindeutig nicht."

Christiane Meier im Gespräch mit Peter Altmeier, CDU Kanzleramtschef
ARD Morgenmagazin, 15.05.2017

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Lindner: Lieber Opposition in Berlin als Regierung in Düsseldorf

FDP-Vize Wolfgang Kubicki sieht die Freien Demokraten nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen auf einem guten Weg. Der Erfolg der Liberalen in NRW zeige, dass die Partei in den Ländern wieder zweistellige Spitzenergebnisse einfahren könne, sagte der schleswig-holsteinische Politiker dem NDR. Durch die Resultate in Kiel und Düsseldorf gehe man selbstbewusst in die Bundestagswahl im September. "Die FDP hat es verstanden, sich inhaltlich zu erneuern". Deshalb sei auch nicht die Frage entscheidend, mit wem man koaliere. "Wichtiger ist mit Was und welchen Inhalten."

Auch Parteichef Christian Lindner positionierte sich als eigenständige Kraft neben der Union. Man werde einen Anruf der CDU zu Gesprächen über eine Zusammenarbeit in NRW annehmen, sagte er. Nach der einstmals großen Nähe zur Union klingt das nicht. Bereits am Sonntag hatte Lindner die CDU "nicht als Wunschpartner" bezeichnet. Vor seinem angekündigten Wechsel nach Berlin will Lindner die volle Verantwortung für eventuelle Koalitionsgespräche in Nordrhein-Westfalen übernehmen. Er sei lieber "einflussloser Abgeordneter der Opposition im Bundestag als stellvertretender Ministerpräsident in Düsseldorf".

Grüne desillusioniert

Abgestraft wurden bei der Landtagswahl die Grünen. Parteichef Cem Özdemir sieht die Gründe für das Debakel unter anderem in der Wirtschaftspolitik. Bei der Wahl sei "vieles" schiefgelaufen. NRW-Wahlverliererin Sylvia Löhrmann zeigte sich trotz des Verlusts von fast fünf Prozentpunkten wenig einsichtig: Es sei positiv zu bewerten, dass die Grünen in NRW den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde geschafft haben, sagte sie.

Bundestags-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt setzt für die Bundestagswahl auf eine stärkere Rolle des schleswig-holsteinischen Grünen-Politikers Robert Habeck. "Wir hoffen sehr, dass er im Bundestagswahlkampf auftaucht. Und die Zusage gibt es auch", sagte Göring-Eckardt im BR.

AfD: Haben Laschet zum Sieg verholfen

Die AfD, mit 7,4 Prozent viertstärkste Kraft, sieht sich selbst als Grund für den Sieg Laschets. "Ich erwarte immer noch ein Dankesschreiben", sagte der AfD-Spitzenkandidat in NRW, Marcus Pretzell. Seine Partei habe einen Beitrag dazu geleistet, dass die SPD nun im neuen Landtag nur zweitstärkste Partei sei. Dass die AfD in Nordrhein-Westfalen weniger stark abgeschnitten hat als etwa in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, führte Pretzell vor allem auf jüngste Entwicklungen in der Bundespartei zurück.

Alexander Gauland hofft nach dem Einzug in den Düsseldorfer Landtag auf ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl. Wir haben "die gute Chance, wenn wir einen guten und klugen Wahlkampf machen, zweistellig zu werden", sagte der AfD-Spitzenkandidat. Der "Negativtrend der vergangenen Monate" sei sehr klar durchbrochen worden, befand Spitzenkandidatin Alice Weidel.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 15. Mai 2017 um 12:00 Uhr.

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