Der französische Präsident Emmanuel Macron im Deutschen Bundestag | Bildquelle: MARKUS HEINE/EPA-EFE/REX/Shutter

Macron im Bundestag Mit Kraft und Weitsicht zur Aussöhnung

Stand: 18.11.2018 20:13 Uhr

Frankreichs Präsident Macron hat in seiner ersten Rede vor dem Bundestag die deutsch-französische Freundschaft beschworen. Angesichts der globalen Herausforderungen forderte er mehr europäische Souveränität.

Von Torsten Huhn, ARD-Hauptstadtstudio

In seiner Rede zum Volkstrauertag hat der französische Präsident Emmanuel Macron die Überwindung von Krieg und Gewalt in Europa gewürdigt. Deutschland und Frankreich hätten 1945 gemeinsam die Kraft und Weitsicht zur Aussöhnung gefunden, sagte Macron im Bundestag. Das habe zu nunmehr 70 Jahren Frieden auf dem europäischen Kontinent geführt. Macron sagte:

"Indem Sie sich an diesem Volkstrauertag an Frankreich gewendet haben, haben Sie einmal mehr bewiesen, dass Sie über die gigantischen Friedhöfe hinaus, wo unsere gefallenen Landsleute liegen, die einem beispiellos tragischen Krieg zum Opfer gefallen sind, dass Sie beschlossen haben, historische Konflikte zu überwinden und unermüdlich für den Frieden zu kämpfen."

Macron hält leidenschaftliche Rede im Bundestag
tagesthemen 22:50 Uhr, 18.11.2018, Christian Feld, ARD Berlin

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Zusammenarbeit weiterentwickeln

Der französische Präsident machte deutlich, dass er sich eine engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich und eine Weiterentwicklung der europäischen Integration wünscht. Dabei nannte er die gemeinsame Verteidigungs- und Währungspolitik.

"Unsere Europäische Union tastet sich mit der Berührungsangst eines Anfängers an diese Themen heran", so Macron. Und dennoch sei genau in diesen Fragen die deutsch-französische Verantwortung gefragt bei der Errichtung einer modernen, effizienten und demokratischen Souveränität. "Das kann nur von uns ausgehen."

Ängste in Frankreich und Deutschland

Macron räumte ein, dass es sowohl in seiner Heimat wie auch in Deutschland Ängste gibt, zu viel Souveränität abgeben zu müssen. Doch das seien die Aufgaben, die sich uns stellten, sagte er.

"Natürlich haben wir vor dieser neuen Aufgabe Angst. Denn jeder von uns wird im Sinne einer Vergemeinschaftung seine Entscheidungsbefugnisse, seine Außenpolitik, seine Migrations- oder Entwicklungspolitik sowie einen wachsenden Teil seines Haushaltes oder sogar seiner Steuereinnahmen teilen müssen, um eine europäische Verteidigung zu verwirklichen, um aus dem Euro eine internationale Währung mit einem europäischen Haushalt zu machen."

Emmanuel Macron und Angela Merkel | Bildquelle: CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX/Shutte
galerie

Macron und Merkel in Berlin. Im Dezember müssten in der EU viele Entscheidungen getroffen werden, so Frankreichs Präsident - auch die über den Brexit.

Themen, über die man reden muss

Das sind weitgehende Vorstellungen, von denen Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht alle teilen dürfte. Merkel und ihr französischer Gast begaben sich nach der Gedenkstunde im Bundestag ins Kanzleramt, wo sie weitere Gespräche führten.

Merkel nannte mehrere Themen, über die man sich unterhalten wollte. Ein Beispiel sei die Zukunft der Eurozone. Darüber hinaus gehe es um die Frage, "wie reagieren wir auf die digitale Welt in dem Bereich der Kooperationen in Forschung und Entwicklung, aber auch in der Frage der Besteuerung". Die Finanzminister würden sich in einem Prozess intensiver Arbeit befinden. Und darüber hinaus: "Es geht um die Frage, wie wir mit der Migration umgehen. Es geht um die Frage der Verteidigung Europas", so Merkel.

Auch Macron zählte die vielen Themen auf, über die man reden müsse. Der Präsident verwies darauf, dass im Dezember in der EU viele Entscheidungen getroffen werden müssen - auch die über den Brexit.

Macron und Merkel gedenken gemeinsam
Torsten Huhn, ARD Berlin
18.11.2018 19:12 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. November 2018 um 20:00 Uhr.

Korrespondent

Torsten Huhn, NDR Logo NDR

Torsten Huhn, NDR

Darstellung: