Auspuff an einem PKW | Bildquelle: dpa

Stickstoffoxid-Daten für 2019 Luft in deutschen Städten wird besser

Stand: 09.06.2020 08:25 Uhr

Die Luft in zahlreichen deutschen Städten ist 2019 deutlich besser geworden - zumindest was die Belastung mit Stickstoffoxid angeht. Das geht nach einem Medienbericht aus Zahlen des Bundesumweltamtes hervor.

Die Zahl der deutschen Städte, welche den Stickstoffoxid-Grenzwert überschreiten, hat sich laut einem Zeitungsbericht im vergangenen Jahr mehr als halbiert. Noch 25 Städte hätten 2019 den Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffoxid (NO2) pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überschritten, zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus einer Auswertung der Messdaten von mehr als 500 Messstationen der Länder und des Umweltbundesamts (UBA). 

Freiburg macht den größten Sprung

2018 hatten noch 57 Städte über der Vorgabe für die NO2-Belastung gelegen. Den größten Rückgang unter den Städten, die vergangenes Jahr die Vorgabe erfüllten, wies dem Zeitungsbericht zufolge Freiburg im Breisgau aus. 2018 seien dort noch 50 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel gemessen worden, 2019 sei der Wert auf 36 Mikrogramm gesunken. 

Neu hinzugekommen in die Liste der Städte, welche die Grenzwerte nicht erfüllen, ist hingegen das hessische Alsfeld. Dort habe es 2018 noch keine Messstation gegeben, im vergangenen Jahr seien dort 42 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft gemessen worden. Die höchste Stickstoffoxid-Belastung weise München auf, hieß es.

Eine Messstation für Luftverschmutzung in Stuttgart | Bildquelle: dpa
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Eine Messstation für Luftverschmutzung in Stuttgart

Straße in München löst "Neckartor" in Stuttgart ab

Dort sei an einer Messstation an der Landshuter Allee der Jahresmittelwert von 62 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft gemessen worden. An der Stuttgarter Messstation "Am Neckartor", wo 2018 mit 71 Mikrogramm NO2 noch der bundesweit höchste Wert festgestellt worden sei, habe die Belastung dagegen auf 53 Mikrogramm reduziert werden können.

UBA-Präsident Dirk Messner zeigte sich zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr die Stickstoffoxid-Belastung insgesamt weiter nachlassen werde. Er warb im Gespräch mit den Funke-Blättern dafür, die richtigen Schlüsse aus der Corona-Krise zu ziehen. Sie habe vor Augen geführt, "dass weniger Verkehr zu besserer Luft und auch weniger Lärm führt und sich damit die Lebensqualität in unseren Städten erhöht".  Diese Erkenntnis solle als Anlass für eine langfristige Verkehrswende genutzt werden, forderte Messner. Hauptquelle von Stickstoffoxid in den Städten sind Diesel-Pkw.

Umweltbundesamt: Stadtluft wird sauberer
Angela Ulrich, ARD Berlin
09.06.2020 09:57 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 09. Juni 2020 um 10:00 Uhr.

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