Ein Germanwings-Airbus steht auf dem Flughafen Köln-Bonn. | Bildquelle: REUTERS

Lufthansa und Corona-Krise Germanwings fliegt nicht mehr

Stand: 07.04.2020 17:37 Uhr

Die Corona-Pandemie zwingt die Lufthansa zu drastischen Einschnitten. Das Unternehmen stellt den Betrieb der Tochterfirma Germanwings ein. Auch Flugzeuge anderer Teilgesellschaften sollen stillgelegt werden.

Mitten in der Corona-Krise schließt die Lufthansa den Flugbetrieb ihrer Kölner Tochter Germanwings. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen außerdem Flugzeuge anderer Teilgesellschaften stillgelegt werden. Bei nahezu allen Flugbetrieben des Konzerns sollen demnach Kapazitäten verringert und die Verwaltung verkleinert werden.

Bei der Kerngesellschaft Lufthansa sollen dauerhaft 18 Langstreckenflugzeuge und elf Mittelstreckenjets am Boden bleiben. Darunter sind sechs Maschinen des Typs Airbus A380, die ohnehin ab 2022 an den Hersteller Airbus zurückgehen sollten. Auch das Langstreckenangebot der Eurowings wird deutlich verkleinert, wie der Vorstand beschlossen hat.

Lufthansa stellt Betrieb bei Germanwings ein
tagesschau 20:00 Uhr, 07.04.2020, Sebastian Kisters, HR

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Deutlicher Nachfragerückgang

Germanwings flog bislang für Eurowings. Die bereits vor der Krise festgelegte Zielsetzung von Eurowings, den Flugbetrieb auf eine Einheit zu bündeln, solle nun beschleunigt umgesetzt werden, teilte Lufthansa mit. "Der Flugbetrieb der Germanwings wird beendet", hieß es.

Den Angaben nach erwartet die Lufthansa auch für die Zeit nach der Corona-Krise einen deutlichen Nachfragerückgang bei Flugreisen. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelte weiterhin das Ziel, möglichst vielen eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Lufthansa Group zu bieten.

Dazu solle über neue Beschäftigungsmodelle verhandelt werden. Die Gewerkschaften hatten sich gegen ein vorschnelles Ende der Germanwings gestellt, für die bereits keine Vereinbarung zur Aufstockung des Kurzarbeitergelds zustande gekommen war.

Das Unternehmen ist schwer von den Folgen der Corona-Pandemie getroffen. Der Konzern schickte Ende März Zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit und warb um Staatshilfen. Zuletzt hatte das Unternehmen Verhandlungen über verschiedene Beteiligungsformen des Staates bestätigt.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 07. April 2020 um 18:00 Uhr.

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