Absperrband vor Hütten auf dem Campingplatz Eichwald | Bildquelle: FRIEDEMANN VOGEL/EPA-EFE/REX

Missbrauchsfall Lügde Auch Eltern "könnten Täter sein"

Stand: 20.03.2019 18:20 Uhr

Fünf weitere Kinder sind im Missbrauchsfall Lügde aus ihren Familien genommen worden. Laut Jugendamt könnten sich auch die Eltern schuldig gemacht haben. Der Landrat hat unterdessen Fehler des Amtes eingeräumt.

Im Missbrauchsfall Lügde hat das Jugendamt Lippe weitere Kinder in Obhut genommen. Wie jetzt bekannt wurde, sind zusätzlich zur Pflegetochter des Hauptbeschuldigten fünf weitere Kinder aus ihren Familien genommen worden.

Jugendamtsleiter Karl-Eitel John sagte dem WDR: "Die Kinder sind auf alle Fälle Opfer. Die Eltern könnten Täter sein. Das wird ermittelt. Ein Kind lebte auch in einem Wohnwagen auf dem Campingplatz. Die Wohnsituation war desolat und stand in direktem Verdacht, in Opferschaft zu dem Täter zu stehen."

Eltern "könnten Täter sein"

Der Verdacht stehe im Raum, dass die Eltern die Kinder dem mutmaßlichen Tätern zum Missbrauch "zugeführt hätten", sagte John weiter. Die Staatsanwaltschaft Detmold ermittelt gegen zwei Eltern. Weitere Details nannte der leitende Staatsanwalt mit Verweis auf das laufende Verfahren dem WDR nicht.

Über dieses Thema berichtete mdr aktuell am 19. März 2019 um 16:12 Uhr.

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