Straße in Limburg - ein Lkw ist auf mehrere Fahrzeuge aufgefahren. | Bildquelle: dpa

Limburg Haftbefehl wegen versuchten Mordes

Stand: 08.10.2019 21:33 Uhr

Nach der Tat mit einem gekaperten Lkw in Limburg ist Haftbefehl erlassen worden. Gegen den Fahrer wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Doch noch immer ist vieles unklar.

Gegen den Mann, der in Limburg mit einem gestohlenen Lastwagen in acht Autos raste, ist Haftbefehl erlassen worden. Die Tatvorwürfe lauteten versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt.

Der Mann hatte den eigentlichen Fahrer des Lastwagens laut Generalstaatsanwaltschaft gewaltsam aus der Fahrerkabine gezogen. Dann fuhr er mit dem Laster wenige Meter, bis er nahe einer Kreuzung ungebremst auf vor ihm stehende Fahrzeuge auffuhr. Sieben Pkw und ein Kleintransporter wurden zusammengeschoben. Bundespolizisten, die zufällig in ihrer Freizeit in der Nähe waren, nahmen den Syrer fest. Neben dem Täter wurden acht Menschen leicht verletzt.

Haftbefehl gegen tatverdächtigen Lkw-Fahrer in hessischem Limburg erlassen
nachtmagazin 00:15 Uhr, 09.10.2019, Marcus Pfeiffer, HR

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Syrer in Untersuchungshaft

Der 32-jährige Syrer sitzt in Untersuchungshaft. Zu den Hintergründen und zum Motiv des Mannes machte der Sprecher keine Angaben. "Auch wenn der Tathergang an die schrecklichen Anschläge von Nizza oder Berlin erinnert, ist das Motiv des festgenommenen Mannes nach wie vor unklar", sagte Hessens Innenminister Peter Beuth.

Der Tatverdächtige habe nach derzeitigen Erkenntnissen keine Verbindungen in die gewaltbereite islamistische Szene gehabt. Die für Terrorermittlungen zuständige Bundesanwaltschaft verzichtete darauf, den Limburger Fall an sich zu ziehen. Man habe das Geschehen aber im Blick und stehe in engem Kontakt mit den hessischen Strafverfolgungsbehörden, sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde.

Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte am Vormittag auf die Frage nach möglichen Hinweisen auf einen Terroranschlag: "Meine letzte Information ist die, dass nach dem momentanen Stand es keine Anhaltspunkte gibt für einen terroristischen Hintergrund", erklärte Seehofer. "Ich sage ausdrücklich: nach dem momentanen Stand."

Seit 2015 in Deutschland

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa lebt der Syrer, seit 2015 in Deutschland. Er habe seit 2016 einen subsidiären, also eingeschränkten Schutzstatus. Seine Aufenthaltserlaubnis, sei am 1. Oktober abgelaufen. In der Vergangenheit war er nach dpa-Informationen bereits mit Drogendelikten und Gewaltkriminalität aufgefallen.

Ende August wurde er im nordrhein-westfälischen Moers bei der Polizei wegen eines Körperverletzungsdeliktes auffällig. Nach dpa-Informationen hatte der Syrer am 31. August auf einer Kirmes eine 16-Jährige belästigt, es kam zu einem Gerangel mit der Mutter des Mädchens. Der 32-Jährige bekam daher eine Anzeige wegen Körperverletzung. Zunächst hatte bild.de über diese Ermittlungen berichtet.

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