Armin Laschet

Laschet zur Kanzlerkandidatur "Wir stehen jetzt zusammen"

Stand: 21.04.2021 03:17 Uhr

CDU-Chef Armin Laschet will nach dem Konkurrenzkampf mit CSU-Chef Söder um die Unions-Kanzlerkandidatur auf die Kritiker in den eigenen Reihen zugehen. In der ARD-Sendung Farbe bekennen sprach er von innerparteilicher Versöhnung.

Der designierte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet will sich nach dem hart geführten Kampf um die Kandidatur darum kümmern, dass die Partei wieder an einem Strang zieht. Er wolle nun "viele Gespräche führen, versöhnen, zusammenführen, auch Gegensätze wieder zusammenbringen", sagte Laschet in der ARD-Sendung Farbe bekennen. "Das braucht jetzt die CDU."

Laschet kündigte an, in den nächsten Tagen das Gespräch mit den Kreisverbänden zu suchen - genauso, wie er das auch nach seiner Wahl zum CDU-Chef im Januar gemacht habe, als er auf die Lager seiner unterlegenen Mitbewerber Friedrich Merz und Norbert Röttgen zugegangen sei. "Wir stehen jetzt zusammen", sagte er. Den im Wettstreit um die Kandidatur unterlegenen CSU-Chef Markus Söder wolle er einbinden: "Er wird eine prägende Figur in diesem Unionswahlkampf sein", sagte Laschet.

Laschet und die großen Fußstapfen

Der CDU-Chef würdigte in dem Interview Bundeskanzlerin Angela Merkel, deren Nachfolge an der Regierungsspitze er im Herbst antreten will. "Die Schuhe sind natürlich groß", sagte er - und: "Man muss Respekt vor dieser Lebensleistung haben". Er werde "versuchen, das Beste aus diesem Amt zu machen".

Als Bundeskanzler müsse "man eine Grundhaltung haben", sagte Laschet. "Die habe ich."

Ziemiak: "Laschet auch Kandidat der Herzen"

Nach der Entscheidung für Laschet sagte Paul Ziemiak, Generalsekretär der CDU, in den tagesthemen, es sei eine "sehr intensive Woche" gewesen. Auf die vielen Debatten und heftigen Diskussionen eingehend, erklärte der CDU-Generalsekretär, es sei "eine Auswahl zwischen zwei sehr guten Bewerbern gewesen".

Als Antwort auf die Feststellung des CSU-Generalsekretärs Markus Blume, Söder sei der Kandidat der Herzen gewesen, entgegnete Ziemiak, "Laschet ist auch ein Kandidat der Herzen". Die Union "hat Glück, zwei Kandidaten der Herzen zu haben". Die kommende Bundestagswahl werde eine Richtungswahl werden und entscheiden, ob Deutschland nach links rutscht oder in der Mitte bleibt.

Über dieses Thema berichtete das Erste in der Sendung "Farbe bekennen" am 20. April 2021 um 20:15 Uhr.