Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) | Bildquelle: dpa

Debatte über CO2-Steuer Laschet will nicht einfach "Nein sagen"

Stand: 05.05.2019 19:35 Uhr

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer lehnt eine CO2-Steuer für Deutschland ab. CDU-Vize Laschet zeigt sich im Bericht aus Berlin hingegen gesprächsbereit - und empfiehlt einen Blick in die Schweiz.

Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet hat die ablehnende Haltung seiner Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer zu einer CO2-Steuer deutlich kritisiert. "Ich halte das für falsch, einfach Nein zu sagen", sagte er im Bericht aus Berlin. Nötig seien größere Anstrengungen zur Reduktion des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2). "Deshalb sage ich: Hinschauen! Gute Ideen entwickeln! Und da sind wir genauso offen wie andere Parteien auch."

Armin Laschet, stellv. CDU-Vorsitzender, zur Diskussion über CO2-Steuer
Bericht aus Berlin, 05.05.2019

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Kramp-Karrenbauer hatte zuvor kritisiert, hinter einer CO2-Steuer verberge sich nichts anderes als eine stärkere Belastung für Benzin, Diesel, Heizöl und Gas. "Deswegen ist die Frage, ob wir, weil wir zu faul sind zum Nachdenken, ob es bessere Methoden gibt, einfach mal insbesondere kleine Leute über Gebühr belasten."

Blick in die Schweiz

Laschet sprach sich für das Schweizer Modell aus. "Wenn man es wie in der Schweiz macht, wenn man für den ganzen Bereich der Häuser, des Wohnens - der ein Drittel des CO2-Ausstoßes ausmacht - einen Lenkungsmechanismus findet, der es attraktiver macht, in Neues zu investieren, CO2 zu reduzieren, dann, finde ich, kann man sich diesem Gedanken nähern."

In der Schweiz gibt es seit Jahren eine CO2-Steuer, die zum Teil in Klimaschutzmaßnahmen investiert wird, aber durch eine pauschale Rückzahlung an alle Bürger ausgeglichen wird.

Über dieses Thema berichtete der Bericht aus Berlin am 05. Mai 2019 um 18:30 Uhr.

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