Verteidigungsministerin Christine Lambrecht besucht die Combined Joint Task Force. | dpa

Reise der Verteidigungsministerin Lambrecht bei der Bundeswehr im Irak

Stand: 09.01.2022 16:01 Uhr

Seit 2015 beteiligt sich die Bundeswehr am Anti-IS-Einsatz im Irak. Bald steht die Verlängerung des Mandats an. Verteidigungsministerin Lambrecht ist im Land, um mit deutschen Soldaten und irakischen Vertretern zu sprechen.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat im Irak deutsche Soldatinnen und Soldaten besucht, um sich über den dortigen Bundeswehreinsatz zu informieren.

In den Gesprächen mit dem militärischen Führungspersonal habe Lambrecht Informationen über aktuelle Entwicklungen der Einsätze "Inherent Resolve" und "Nato Training Mission Iraq" erhalten. Wie das Verteidigungsministerium auf Twitter schrieb, steht demnächst im Bundestag die Mandatsverlängerung für die Bundeswehreinsätze im Irak und in Jordanien an. Das derzeitige Mandat endet laut Angaben der Bundeswehr am 31. Januar 2022.

Gespräche mit politischer Führung

Zudem sprach Lambrecht in Bagdad mit dem irakischen Ministerpräsidenten Mustafa al-Kasimi und dem irakischen Verteidigungsminister Dschuma Inad. Mit den beiden Politikern habe sie sich über die sicherheitspolitische Lage in der Region, die deutsch-irakische Kooperation sowie das gemeinsame Engagement gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ausgetauscht.

Gestern in Jordanien

In Jordanien hatte sich die Ministerin schon gestern auf der Luftwaffenbasis Al-Asrak ein Bild von der deutschen Beteiligung am internationalen Einsatz gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gemacht. Dort habe sie sich auch mit deutschen Soldatinnen und Soldaten zu einem ersten persönlichen Austausch getroffen, teilte das Verteidigungsministerium über Twitter mit.

Rund 150 deutsche Soldatinnen und Soldaten sind laut Einsatzführungskommando derzeit in Jordanien stationiert. Die Bundeswehr unterstützt dort die von den USA angeführte Anti-IS-Koalition, indem sie Einsatzflugzeuge betankt. Insgesamt beteiligt sich Deutschland aktuell mit rund 240 Soldaten an den Einsätzen der Anti-Terror-Allianz in Jordanien, Irak und über Syrien.

Lambrecht sprach zudem mit dem jordanischen König Abdullah II. über die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Jordanien. Das Land sei ein "wesentlicher Sicherheitsanker in der Region", hieß es in einem Tweet des Ministeriums.

Der IS hatte im Jahr 2014 Teile der jordanischen Nachbarländer Irak und Syrien erobert. Nach dem militärischen Sieg über das vom IS errichtete sogenannte Kalifat im Jahr 2016 blieb die Dschihadistenmiliz im Irak und verschiedenen weiteren Ländern aktiv. 

Über dieses Thema berichtete BR24 am 09. Januar 2022 um 16:00 Uhr.