Juso-Chef Kühnert. | Bildquelle: AFP

Juso-Chef zur SPD Kühnert gegen "Weiter so"

Stand: 24.11.2019 19:30 Uhr

Juso-Chef Kühnert hat sich erneut für das Duo Walter-Borjans/Esken starkgemacht. Im Bericht aus Berlin sagte er, es dürfe bei der SPD kein "Weiter so" mit etwas abgeänderten Gesichtern geben.

Im Rennen um den SPD-Parteivorsitz haben sich die Jusos früh positioniert. Jetzt hat sich der wiedergewählte Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert für eine Erneuerung der SPD ausgesprochen. Im "Bericht aus Berlin" sagte Kühnert, was die Partei nicht brauchen könne, sei ein "Weiter so" mit etwas abgeänderten Gesichtern. Erneut sprach sich Kühnert für ein Vorsitzenden-Duo Walter-Borjans/Esken aus. Beide seien nicht verdächtig, sich an den Grundwerten der SPD vergangen zu haben. Der Faktor Glaubwürdigkeit scheine ihm der entscheidende zu sein. Mit Blick auf das Kandidaten-Duo Scholz/Geywitz sagte Kühnert:

"Dass sich die gesamte Parteiprominenz in diesen Tagen hinter Olaf Scholz und Klara Geywitz versammelt, ist deren gutes Recht. Das darf jeder für sich gerne machen. Ob es klug ist, das steht, glaube ich, tatsächlich auf einem anderen Blatt."

Die Stichwahl zwischen den beiden Paaren endet am kommenden Freitag. Am Samstag will die SPD das Ergebnis bekanntgeben.

Kevin Kühnert, Bundesvorsitzender Jusos, SPD, zur Neuausrichtung der SPD
Bericht aus Berlin, 24.11.2019

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"Logisch, dass ich mich zur Wahl stelle"

Auf seine eigenen Ambitionen in der SPD angesprochen, bestätigte der Juso-Chef, dass er sich in den Parteivorstand wählen lassen will. "Wir wollen als Jusos junge Menschen in der SPD nach vorne bringen, weil wir nicht immer nur über eine junge Generation reden können, sondern auch mit ihr." Da sei es dann logisch, dass er sich zur Wahl stelle. Sein Hauptaugenmerk gelte aber weiter den Jusos. Dort sei sein politischer Rückhalt. Mit dem Wissen um seine Ambitionen im SPD-Vorstand hätten ihn die Jusos vor zwei Tagen mit knapp 90 Prozent zum Vorsitzenden gewählt. Das zeige ihm, dass beide Posten zusammen gingen.

Zu viele "Bundestrainer in der Politik"

Kühnert forderte dazu auf, in der Politik Verantwortung zu übernehmen. Was es in der deutschen Politik zu viel gebe und was extrem viele Menschen auch nerve, seien die ganzen Bundestrainer, die an der Seitenlinie stünden und reinriefen wie gespielt werden müsste, die aber nicht bereit seien, in die Verantwortung zu gehen. Er habe jetzt einfach signalisiert: "Ich bin dazu bereit und stelle mich zur Wahl. Die Delegierten sollen entscheiden, ob sie finden, dass das eine gute Idee ist."

Der Parteitag der Sozialdemokraten mit den Vorstandswahlen findet vom 6. bis zum 8. Dezember in Berlin statt.

Über dieses Thema berichtete das Erste im Bericht aus Berlin am 24. November 2019 um 18:30 Uhr.

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