Polizeibeamte stehen vor einem Wohnhaus. | dpa

"Periodischer Sicherheitsbericht" Kriminalität in Deutschland rückläufig

Stand: 05.11.2021 08:51 Uhr

Die Kriminalität in Deutschland ist einem Bericht zufolge von 2005 bis 2019 um 15 Prozent gesunken. Vor allem Eigentums- und Vermögensdelikte gingen zurück. Sorgen macht den Behörden die politisch motivierte Kriminalität von rechts.

Die Kriminalität in Deutschland ist laut offiziellen Zahlen zwischen 2005 und 2019 um 15 Prozent zurückgegangen. Dies sei vor allem beeinflusst vom deutlichen Rückgang der Eigentums- und Vermögensdelikte, heißt es im neuen "Periodischen Sicherheitsbericht" der Bundesregierung, der heute vorgestellt wird und der den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorab vorliegt.

Auch bei der schweren Gewaltkriminalität seien die Fallzahlen gesunken. Der Bericht verzeichnete zudem einen Anstieg an ausländischen Tatverdächtigen zwischen 2009 und 2019 von 21,1 auf 34,6 Prozent.

Mehr rechtsmotivierte Hasskriminalität im Internet

Sorgen macht den Behörden demnach die politisch motivierte Kriminalität von rechts. Seit 2015 wurden laut dem Expertenreport jährlich mehr als 20.000 Straftaten registriert. Stark zugenommen habe auch die rechtsmotivierte Hasskriminalität im Internet. Auch der Anteil der polizeilich registrierten, antisemitisch motivierten Straftaten sei "kontinuierlich gestiegen".

Nach der Migrationskrise 2015 sei die Zahl der Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft wegen antisemitischer Straftaten "sprunghaft" angestiegen, hieß es.

"Eines der sichersten Länder der Welt"

In Deutschland gibt es laut dem Bericht im internationalen Vergleich eine niedrige Anzahl vorsätzlicher Tötungen. "Deutschland ist eines der sichersten Länder dieser Welt", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) laut Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Aber Sicherheit ist eine Daueraufgabe, für die wir jeden Tag aufs Neue hart arbeiteten müssen."

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 05. November 2021 um 08:50 Uhr.